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Thema: US Wahl 2024
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Alt 05.11.2024, 14:02   #19
Schwarzfahrer
Szenekenner
 
Benutzerbild von Schwarzfahrer
 
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Rhein-Neckar-Dreieck
Beiträge: 7.712
Zitat:
Zitat von Mitsuha Beitrag anzeigen
Du verlangst also die Quadratur des Kreises. Es ist schlicht unmöglich, es immer jedem recht zu machen.
Ich schrieb nie etwas von "jedem recht zu machen". Was ich meine, daß nach der Wahl (und eigentlich auch vorher) alle Teilnehmer in gegenseitigem Respekt die noch so unterschiedlichen Meinungen und Ziele zu akzeptieren haben, und in der anschließender Legislaturperiode man auch in gegenseitigem Respekt im Parlament zusammenarbeiten muß. Das hat jahrzehntelang funktioniert, und ist eine wesentliche Garantie für eine stabile Demokratie. Es gehört halt die Demut dazu, daß jeder anerkennt, daß er nicht die alleinig richtige Lösung gepachtet hat, sondern daß andere auch mal Recht haben könnten, und wenn sie noch so üble Charakter sind - und eh erst in 20 Jahren sicher klar wird, wer Recht hatte. Wer den Willen und die Bereitschaft dazu nicht aufbringt, ist an jeder weiteren Eskalation mit Schuld.

Oder meinst Du, in Ruanda wäre je Frieden eingekehrt, wenn die aktuelle Regierung sich nicht als Verteter von Tutsi und Hutu gleichermaßen ansehen würde?

Zitat:
Zitat von Mitsuha Beitrag anzeigen
Dummerweise schreien immer nur die, die sich benachteiligt fühlen. Und dieses gefühlte benachteiligt sein ist heute ganz schön verbreitet.
Wer wirklich schwer benachteiligt ist, schreit wohl auch zu Recht, um gehört zu werden. Es kommt auf eine maßvolle Politik an, diese Beschwerden so nach Bedeutung zu Priorisieren und anzugehen, daß eine Mehrheit das auch richtig empfindet - das wäre m.M.n. demokratisch.
Zitat:
Zitat von Mitsuha Beitrag anzeigen
Wie einfach wäre es doch nur, wenn man einen Despo... äh, Präsidenten wie Putin oder Trump hätte. Oder wie Xi. Alles wäre toll und überall würde der Wohlstand ausbrechen. Oh wait, geht Chinas Wirtschaft nicht gerade schön vor die Hunde?
Erstens: in welcher Hinsicht hat sich Trump während seiner Amtszeit als ähnlicher Despot gezeigt, wie Putin? Kann ich nicht erkennen. Zweitens: Wohlstand ist ein wesentlicher Aspekt, aber nicht der einzige für eine Wahlentscheidung. Unter Despoten hat sich noch nie dauerhafter Wohlstand entwickelt, ebenso wenig wie in Planwirtschaften. Ansonsten ist die Idee des "guten Diktators" uralt, und bekanntlich höchst gefährlich, da es kaum je dabei bleibt. Als Amerikaner würde ich mich einfach weiter auf die bisher gut funktionierenden "checks and balances" verlassen.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
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