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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Probleme beim Streckentauchen
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Alt 01.11.2024, 11:58   #31
zahnkranz
Szenekenner
 
Benutzerbild von zahnkranz
 
Registriert seit: 17.09.2008
Beiträge: 911
Ich stand vor vielen Jahren vor einem ähnlichen Problem. Ein Freund fing im Schwimmbad mit Streckentauchen an, alle schafften ohne Probleme die 25m, ich kam nichtmal auf 20m. Der Ehrgeiz war geweckt, ich wollte alles richtig machen und las mich in die Apnoe-Thematik ein und schaute viele Videos. Ich machte Anfangs alles falsch, bspw. wenn ich anfing das Gefühl zu bekommen, dass die Luft knapp werden könnte, wurde ich furchtbar hektisch, was die Lage nur verschlimmerte. Auch war die Technik, um unter Wasser vorwärts zu kommen, sehr schlecht. Ich fing an zu üben, lernte mit dem Atemreflex umzugehen und schaffte auch bald die 25m. Nachdem ich das mehrfach geschafft hatte, tauchte ich am Ende der Bahn nicht sofort auf und blieb ein paar Sekunden unter Wasser sitzen. Der Zeitraum wurde mit der Zeit immer größer, ich lernte die Symptome des Körpers kennen und was diese zu bedeuten haben, bspw. das hier im Thread erwähnte Zwerchfell-Zucken. Auch lernte ich, unter Wasser stets ruhig zu bleiben, und als ich an dem Punkt kam, dass ich nach den 25m noch ziemlich lange unter Wasser verweilen konnte, probierte ich die 50m, und schaffte diese zu meiner grossen Überraschung auf Anhieb. Ab einem gewissen Punkt hatte ich Lust, auch mehr als die 50m zu versuchen, aber das schien mir zu gefährlich zu sein, zumindest ohne einen professionellen Tauchlehrer der im richtigen Moment eingreifen könnte. Anfangs als Anfänger denkt man sich, kurz bevor ich ohnmächtig werde, tauche ich auf. Aber so funktioniert das eben nicht, daher habe ich niemals mehr als die 50m versucht.

Parallel dazu übte ich immer wieder, die Luft möglichst lange anzuhalten. Sei es mal am Schreibtisch, im Bett, oder flach auf dem Wasser liegend ohne sich zu bewegen (das aber auch nur in Anwesenheit von zwei Freunden). Anfangs fühlte sich eine Minute schon sehr lang an, zwei Minuten schienen kaum realistisch. Doch die regelmäßige Übung zeigte Erfolge. Flach auf dem Wasser liegend, Gesicht unter Wasser, schaffte ich in Anwesenheit von zwei Freunden 4min und 45sek. Ein mal pro Minute hob ich den Daumen, und wie mir die zwei Freunde erzählten, lief der Bademeister recht unruhig auf und ab.

Für mich hatte ich damit all meine Ziele weit übertroffen, so dass ich keinen Ehrgeiz hatte, höhere Ziele anzustreben. Zudem schien es mir auch gefährlich, auf diesem Niveau auf eigene Faust weiter zu machen. Heute, viele Jahre später und ohne irgendwelche Übungen, schaffe ich die 25m auf Anhieb ohne mir groß Gedanken darüber zu machen. Auch kann ich nach dem Tauchgang eine Weile unter Wasser bleiben, würde mir aber die 50m ohne Übung nicht zutrauen.

Drücke Dir bei deinem Vorhaben viel Erfolg. Wenn man einmal etwas Routine hat, die Technik passt, da verschieben sich die Grenzen ganz schnell.
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