Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Der hundsgewöhnliche Bürger nimmt wahr, dass die Atomkraftwerke abgeschaltet wurden und trotzdem alles weiter lief wie zuvor. Niemand saß im Dunkeln, die Maschinen liefen wie zuvor.
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Na ja, nicht so ganz. Nicht nur Totalausfälle sind wesentliche Änderungen. Deutschland wurde zum Nettoimporteur, und gibt seither viel mehr Geld für importierten Strom aus, als je zuvor. Im Süden gibt es immer wieder Warnungen vor evtl. Stromausfällen (letztes Jahr mehrfach in unserer Region), da Bedarfsspitzen nicht durch die Windanlagen aus dem Norden abgedeckt werden können (keine Trassen), und die KKWs in der Region nicht mehr verfügbar sind.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Alle apokalyptischen Prophezeiungen erwiesen sich als unwahr. Stattdessen wurde offenbar: Wir brauchen die Atomkraftwerke nicht.
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Apokalyptische Prophezeiungen sind immer unwahr. Und wir brauchen natürlich nichts unbedingt, aber man sollte zumindest über den Preis des Verzichts ehrlich bleiben: erst mal hat man vorhandene CO2-freie Stromproduktion aufgegeben, im Tausch für eine zukünftige Kompensation durch geplanten Ausbau von Erneuerbaren. Bis dahin ist es eine klimaschädliche Entscheidung - und so wird es auch von vielen wahrgenommen, die nicht dogmatisch Anti-Atomkraft sind.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Weltweit ist die Atomkraft auf dem Rückzug. Es werden weit mehr Kernkraftwerke abgeschaltet als gebaut.
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Aber immerhin wird aktuell
weltweit 40 % des Stromes CO2-frei produziert, und davon ist 25 % Kernkraft. So unbedeutend für die Welt ist diese Technologie nicht, wie es deutsche Kernkraftgegner es gerne darstellen.
Aber das alles kann man auch in den Klimathread verschieben, mit Rechtsruck hat es nur indirekt zu tun (außer daß Zweifel an der Richtigkeit des Atomausstiegs gerne als rechts tituliert werden).