Zitat:
Zitat von keko#
Die Richtung ist klar: Ich sehe auf allen Kanälen gut gekleidete und die immergleichen Sprachprofis, die mir die immergleichen Sätze über Aufrüstung, Durchhalten und Waffen erzählen. Von Bösewichten, von einer neuen Zeit. Ich höre wenig von jungen Soldaten, die im Dreck verrecken oder davon, dass wir bereits Waffen ohne Ende haben. Dass eine Aufrüstung Europas brandgefährlich sein kann.
In meiner Einfältigkeit frage ich mich: werde ich so langsam auf Krieg eingestellt?
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Nein, wirst du nicht. Die Bilder von den jungen Soldaten im Dreck kannst du dir jeden Tag auf X/Telegram ansehen, wenn du magst.
Es ist halt nicht so, dass wir Waffen ohne Ende haben. Das hatten wir vielleicht in den 80er des letzten Jahrhunderts. Seit dem sind die europäischen Armee und speziell die deutsche massiv zusammen geschrumpft. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass irgendjemand in Europa einen "richtigen" Krieg anzettelt. Diese Annahme war offensichtlich falsch, was viele politisch nicht wahrhaben wollten und was du scheinbar immer noch nicht wahrhaben willst.
Was wir jetzt machen, ist ein Stück Richtung 80er Jahre zurück zu gehen und die schlimmsten Fähigkeitslücken zu stopfen. Und dabei geht es nicht um den großen Atomschlag, sondern und glaubhafte konventionelle Abschreckung. Wir können von Glück sagen, dass die Ukraine so lange durchhält und die russische Armee noch nicht im Baltikum ist. Das bringt uns Zeit.
Natürlich könnten wir das Geld woanders besser gebrauchen. Ich halte aber auch gar nichts, von irgendwelcher romantischen Friedensträumerei. Das funktioniert halt einfach nicht.