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Alt 20.12.2023, 16:35   #16589
Schwarzfahrer
Szenekenner
 
Benutzerbild von Schwarzfahrer
 
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Rhein-Neckar-Dreieck
Beiträge: 7.714
Auch wenn die Diskussion inzwischen (und mal wieder) sich allein auf den Wahrheitsgehalt der christlichen Religionslehre konzentriert, finde ich beim Querlesen zwei Beiträge interessant:
Zitat:
Zitat von TriVet Beitrag anzeigen
Religion, so Friedrich Schleiermacher, kommt von Innen. Ebenso wenig wie sich die Existenz Gottes mit den Mitteln der Wissenschaft beweisen lässt, kann man eine schlüssige verstandesmäßige Erklärung darüber abgeben, warum Menschen religiös sind.
Diese Beschreibung von Religion trifft die Sache aus meiner persönlich atheistischen Sicht sehr genau, womit sich m.M.n. das Ganze jeglicher Diskussion um wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt einzelner Religionsvorstellungen die Grundlage entzieht. Bei Religion geht es nicht um überprüfbare Fakten, sondern darum welche Werte und Orientierung sie den Gläubigen gibt. Das heißt ja nie, daß gleiche oder vergleichbare moralische Werte und Orientierung auch durch andere Wege und Inhalte zu erlangen sind - aber für viele Menschen ist Religion eben ein wichtiger Weg, Halt im Leben zu finden. Auch der Mißbrauch dieses Bedürfnisses durch Kirchen, Priester, Institutionen heißt nicht, daß die Religion an sich nicht ein legitimes und wichtiges Bedürfnis für viele Menschen sein kann
Das zweite ist folgende Sicht:
Zitat:
Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
Ein wesentlicher Punkt ist aus meiner Sicht, dass man in religiösen Fragen nicht einfach etwas glaubt, sondern das, was eine Autorität vorgibt. Man glaubt also stets jemandem. Eine andere Möglichkeit hat man ja auch nicht, weil man keine Option hat, das durch Prüfung, Logik oder Einsicht selbst zu verifizieren. Man begibt sich also in eine Gefolgschaft und Abhängigkeit von jemanden, der exklusives Wissen hat, obwohl der es einem weder plausibel machen kann, noch deutlich machen kann, warum nur er das Wissen hat. Strange, aber offensichtlich wirksam.
Das finde ich an sich richtig (wenn auch der HInweis fehlt, daß, wie oben gesagt, eien Verifizierung der Aussagen auch kein Ziel der Religion ist). Aber es ist insofern spannend, weil in diesem Forum bei verschiedenen Anderen Themen (z.b. Corona, Klima) wiederholt postuliert wurde, daß man als Laie doch keine Möglichkeit und Kompetenz hat, Aussagen von wissenschaftlichen Autoritäten durch Prüfung, Logik und Einsicht selbst zu prüfen, sondern daß man eben diesen Autoritäten zu folgen hat. Gleichzeitig wird jegliche Parallele zwischen Religion und blindem Folgen von (wie auch immer definierten) Experten als völlig obsolet dargestellt. Wenn Antracis Recht hat, sollte jeder, der blindes "follow the science" ruft, dieser Parallelen bewußt sein.
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