Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Es kommt in meinen Augen darauf an, was der Begriff des "Glaubens" bedeuten soll, wenn man ihn auf glaubende und nichtglaubende Menschen anwenden will.
Möglichkeit 1: Glauben bedeutet ungefähr, "etwas für wahr halten". Dann ist Glaubwürdigkeit eine Voraussetzung für Glauben. Damit hat man automatisch ein rationales Element im Glauben. Beispiel: Jemand glaubt, die Erde und das Universum seien 6.000 Jahre alt und die Pinguine seien von der Arche Noah quer durch den Iran an den Südpol gewatschelt. Eine Überprüfung der Fakten (der Glaubwürdigkeit) beeinflusst diesen Glauben.
Möglichkeit 2: Eine Überprüfung des Glaubens auf Glaubwürdigkeit findet nicht statt. Fakten haben keinen Einfluss auf den Glauben.
Hältst Du Möglichkeit 2 für eine moralische Position? Handelt jemand moralisch, wenn er sich bei seinen Handlungen nur vom Glauben, nicht aber von Fakten leiten lässt?
Ich spitze diese Gedanken etwas zu, weil Du irrationales Handeln in einen Zusammenhang mit Moral zu bringen scheinst. Dem stellst Du ein "Handeln aus Einsicht" gegenüber, was für Dich die problematischere Position zu sein scheint.
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Glaube ist etwas als wahrer annehmen ohne oder gegen vorhandene Evidenz, Glaube ist die Ausrede, wenn ich keinen Grund habe, weil dann wird immer dieser genannt.