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Szenekenner
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MST Tag 4
Am Samstag fand die letzte der vier Etappen des Morocco Swim Treks statt. Nur 5 km, direkt vom Strand des Hotels aus, eine Runde in der Bucht. Wie schon in den letzten Tagen hatte ich direkt nach dem Aufstehen nicht soo große Lust, war aber zuversichtlich, dass sich das noch ändern würde bis zum Start. Erst mal war aber Warten angesagt, denn es war sehr neblig, als wir zum Frühstück gingen und dabei ganz windstill.
Ich weiß nicht mehr, wie lange es dauerte, aber dann ging alles ganz schnell. Per Whatsapp kam die Nachricht, dass in 20 Minuten der Start ist. Für mich war das kein Problem, da ich ja ohne Neo schwimme, aber für diejenigen, die mit Neo schwammen, war das ganz schön hektisch.
Erneut entschied ich mich für den Versuch, mit Jaques und Sebastien mitzuschwimmen, was ja am ersten Tag total gut, aber an den beiden folgenden Tagen so gar nicht funktioniert hatte. Zu Beginn war ich an Jaques Füßen, aber kurz danach trafen wir auf Sebastien und schwammen dann in der gewohnten Reihenfolge. Erst Jaques, dann Sebastien und dann ich. Ich merkte sofort, dass es heute wieder gut passte und fragte mich, woran es gelegen hat, dass ich an den beiden Tagen zuvor keine Chance hatte, mit ihnen mitzuschwimmen. Ich vermute, dass es mit dem teilweise starken Wellengang zu tun hatte.
Bei diesem letzten Schwimmen war es aber ganz problemlos. Ich merkte, dass noch jemand mit uns schwamm, der in meinem Wasserschatten blieb. Im Ziel erfuhr ich, dass es Peter war. Das ist ein 64 jähriger, topfitter Schwimmer aus Hamburg, der aber mit den Münchnern da war, die er vom Alpen Openwater Cup kennt. Im Ziel hörte ich auch, dass hinter Peter noch Martin aus der Schweiz schwamm, der in den Tagen zuvor, glaube ich, deutlich schneller war als ich.
Am Ende zog Jaques das Tempo deutlich an, aber ich konnte gut mithalten. Peter und Martin nicht, die ließen abreißen und kamen am Ende kurz nach uns ins Ziel.
Die Strecke war zu kurz, meine Uhr zeigte nur 4,6 km an, für die ich 1:20 h brauchte und damit war ich Fünfte bei den Frauen ohne Neoprenanzug. Das war meine beste Platzierung in diesem Jahr. Von insgesamt 53 Frauen, die an diesem Tag das Ziel erreichten (also mit und ohne Neo), wurde ich 13.
Gewonnen hat den vierten Tag Faris in 1:02.
44 Frauen haben alle vier Schwimmen geschafft. Davon wurde ich 17. In der Wertung Frauen ohne Neo landete ich am Ende auf dem 7. von 15 Plätzen, mit deutlichem Abstand zur 6. Frau. Die Gesamtgewinnern kommt aus Brasilien, schwamm auch ohne Neo und brauchte für alle vier Schwimmen 8:04 h. Ich habe 10:35 gebraucht, 20 Minuten mehr als letztes Jahr.
Michael gewann die Gesamtwertung bei den Männer und brauchte 7:23 h. Zweiter wurde Faris mit 7:29 h.
Am Abend war dann noch die Siegerehrung und ein bisschen Party.
Für mich waren es wieder schöne Tage mitten im Nirgendwo (sorry, liebe Sahauris), mit einem Haufen netter Schwimm-Freaks. Danke an das Team, dass dieses tolle Event möglich macht! Vielleicht 2024, vielleicht aber auch erst später.
Und danke euch fürs Mitfiebern!
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