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Alt 29.09.2023, 13:41   #5819
qbz
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Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 12.596
Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer Beitrag anzeigen
Die schlechte Vereinbarkeit und Verträglichkeit von extrem unterschiedlichen Kulturen ist nun mal Fakt. Eine Hierarchie gibt es nicht allgemeingültig, sie ist eine frage des Ortes und der Perspektive: Hierzulande ist "unsere" Kultur, unser Wertesystem als vorrangig anzusehen; in z.B. Afghanistan oder Japan habe ich als Zuwanderer zurückzustecken, mich anzupassen, oder einzusehen, daß ich nicht hinpasse. Die traditionell dominante Kultur eines Landes bestimmt die Hierarchie. Wenn einer seine Kultur und Werte als universell gültig und allen anderen überlegen ansieht (und das ist leider für Menschen aus allen Kulturen sehr oft der Fall), sind unlösbare Konflikte vorprogrammiert.
Das ist genau das Problem: Du verlangst explizit die "Reinhaltung" der eigenen Kultur und Nation. Zum Glück für die Menschheit korrigiert die Geschichte in der Praxis immer wieder solche unsinnigen ideologischen Postulate. (bei mir schon in den Familientraditionen von Ehen u. Nachwuchs, wo Vermischung eher vorkommt als Reinheit.). Sog. binationale Ehen in DE nehmen deutlich zu. Und im christlich-konfessionellen Bereich hat der Vatikan noch bis 1966 alle exkommunziert, die eine/n protestantische/n Partner/in ehelichten. Ein Anlass für die Anpassung an die Realitäten war die Vermischung der christlichen Konfessionen infolge der Flüchtlingsströme der Nachkriegszeit.

Deine hier dargelegten Begründungen entsprechen 1:1 der Ideologie des sog. Ethnopluralismus., der von der neuen Rechten und auch von den Identitären offensiv vertreten wird.

Zitat:
"Mit dem Begriff Ethnopluralismus wird ein Weltbild der Neuen Rechten bezeichnet, deren Vertreter eine kulturelle Homogenität von Staaten und Gesellschaften nach „Ethnien“ anstreben. Dabei definieren manche Vertreter der Neuen Rechten „Ethnien“ nicht nach ihrer Abstammung, sondern nach ihrer Zugehörigkeit zu einer „Kultur“, um so „Einheimische“ von „Fremden“ zu unterscheiden (Diskriminierung). Die unterschiedlichen Ethnien teilen nach ihnen eine gemeinsame kollektive Identität, die vor allem aus deren Geschichte herrührt. Einflüsse der als „fremd“ betrachteten Gesellschaften werden als Gefährdung der „eigenen Identität“ verstanden; Fremdenangst gilt als natürliche Reaktion darauf. Anstelle von historisch durch den nationalsozialistischen Völkermord belasteten Begriffen wie „Lebensraum“ sprechen Ethnopluralisten von „angestammten Territorien der Völker“. Auf einen hierarchischen Chauvinismus gegenüber anderen Kulturen verzichten Ethnopluralisten zumindest rhetorisch, setzen aber einem impliziten Chauvinismus nichts entgegen.

Der Begriff ist ein griechisch-lateinischer Neologismus für das Konzept von „Völkervielfalt“, das Henning Eichberg 1973 in eine Debatte im Rechtsextremismus einbrachte. Er verstand darunter seine Forderung, eine kulturelle Verschiedenheit von „Rassen“ mit eigenem Existenzrecht zu bewahren"

Geändert von qbz (29.09.2023 um 15:35 Uhr).
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