So ja, wo waren wir letzte Stunde stehngeblieben...?
Ach ja, weiterwandern zur Neuen Regensburger Hütte.
Die Tour sollte zwar nur 4,5 Std. dauern, ich, was ich jetzt aber noch nicht wusste, nur gut 3,5Std. dafür brauchen, aber nachdem sich vor der Hütte jede Menge konfuse Nasen auf den Abmarsch vorbereiteten, von denen ich nicht wusste, wo sie hinwollten, unds sowieso bleed iss, in/vor der Hütte rumzuhängen, wenns nachm offiziellen Frühstück erstmal ne Weile lang nix mehr zu Essen oder Trinken gibt, spikte ich um Achte los und tauchte in den Schatten eines Nordhanges ein.
Ein Blick zurück, fürn Augenblick, über der Hütte der gestrige Klettersteig und nachdem ich ne handvoll Leutchen überholt hatte, traf ich auf zwo Ösies, die letzte Nacht das Zimmer mit mir teilten (nachdem meine Gruppe abgereist war, durfte ich umziehen) und so plusminus meine Geschwindigkeit gingen.
Mal waren die vorne, mal ich hinten, oben aufm Joch machten sie etwas kürzer Mittagsrast als ich, dafür holte ich sie kurz vor der Neuen Regensburger dann wieder ein, um gemeinsam die Hütte zu entern.
Bald kam die Sonne über die Bergrücken gekrochen und brannte von nem so gut wie wolkenlosen Himmel, so dass man beim Aufstieg um jeden Meter im Schatten froh war.
Da ich die komplette Klimperware vom Kurs übers Wochenende undn 20m-Halbseil mitschleppte und nicht wusste, wie der Wassernachschub unterwegs aussah, hatte ich ordentlich Ballast geladen und war mit nem 10kg schweren Rucksack unterwegs.
Damit hatte ich zwar immer noch das zierlichste Packerl von allen aufm Rücken, aber ich komm im Kopf immer noch nicht klar, wie man beinander sein muss, so 45l(+ bei Bedarf 10)-Säcke mit 15+ kg über die Berge zu wuppen.
Wir hatten am WE einen dabei, der ne fette Kamera dabeihatte, Stative, ne GoPro mit nem Sack Ersatzakkus, da fällste vom Glauben ab. Ich hab derweil mein halbkiloschweres Kamerateil dem Gewichtsgott geopfert, weil ich sonst mit etwas Wasser satt bei über 10kg gelandet wär und mir der Rucksack auch so schon bereits nicht gerade auf den Rücken geschwebt ist.
Nach dem langen Hatscher über das Geröllfeld und einem kaum interessanteren Abstieg (mal abgesehen von dem ein oder anderen Gletscherblick) wurds kurz vor der Hütte nochmal etwas kurzweiliger (und hätte auch Wasser gegeben).
Ich nuckelte derweil weiter die aufgewärmte und durchgeschaukelte Plörre aus meinem Trinksystem, ehe mich nach Ankunft auf der Hütte deren Getränkeprogramm deutlich aufheiterte.
Ja, und die Neue Regensburger Hütte als solche.
Architektonisch vieldiskutiert, in jüngster Zeit eher im Gespräch, weils nur vegetarisches Essen gibt, war ich vorab so hochgespannt wie hinterher ernüchtert.
Das Essen schmeckt so richtig, alles was es gab, 'gradraus' wie man hier sagen würde, also nicht grad das Erlebnis, welches ich nach den grossspurigen Ankündigungen erwartet hätte.
Alles etwas kompliziert in der Abwicklung, trotzdem auch die alte Neue Regensburger Hütte im Zuge des Neu-/Anbaus renoviert wurde, beengt und abgesehen von den weiterhin rustikalen Stuben für die Übernachtungen eher steril, unpersönlich, nüchtern und für mein Empfinden total ungemütlich.
Dann mit allem, Architektur, Verpflegung, der Zeit voraussein wollen, aber es gibt kein WLan.
Das an sich ist eher nicht das Thema, wenns halt wenigstens Mobiles Netz irgendwo gäb.
Tuts aber nicht, insofern sind die Hüttenpächter da komplett aus der Zeit gefallen.
Zumals generell zig Netze anzeigt;- nur halt nicht für die Öffentlichkeit bzw. konkret Gäste, sondern Hütten-/Personalintern.
Dabei gibts nichtmal nen gescheiten Wetterbericht, bei mir nu nicht so das Thema, es war tagelang weiter praller Sonnenschein angesagt, aber sorry, kein Internet ist absolut nicht mehr zeitgemäss, auch wenns nicht nur um daddeln oder unnütze Insta- oder sonstige Posts geht.
Also, den Weg da hoch werd ich freiwillig und ohne Not nicht mehr unter die Füsse nehmen. Grosse Enttäuschung auf der ganzen Linie.