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Zitat von keko#
Ich bleibe auch dabei: wenn man auf die Probleme nicht eingeht, wird sich die AfD demnächst um einen Ministerposten bewerben, ungeachtet der Äusserungen von Merz, dass man mit der AfD nicht zusammenarbeitet. Was sollen die Menschen den tun, ausser Protest zu wählen?
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Das sehe ich ähnlich. Bin aber langsam der Ansicht, daß genau das nötig ist: daß die AfD mal in die Verantwortung kommt. Erst daran kann man sie wirklich messen. Ein Vorteil hierzulande ist, daß man 16 Bundensländer hat, von denen man eines als "Versuchskaninchen" nehmen kann. Über diesen Weg hat auch die frühere SED seinen Weg ins akzeptierte Polit-Spektrum gefunden, obwohl sie anfangs genauso ausgegrenzt wurde, wie jetzt die AfD.
Wenn die AfD in einem Bundesland mit in der Regierung ist (dafür gibt es ja mancherorts ausreichende Stimmen inzwischen), wird sie sich entweder völlig blamieren, mit entsprechender "Entzauberung" auch in bundesweiten Umfragen - oder (zwar unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie) sie beweist, daß sie mehr kann als nur Höckesche Demagogie und interner Streit - und qualifiziert sich zu einer echten konservativen Alternative. Beides wäre besser, als die aktuelle Vergeudung von zweistelligen Wähler-Prozentzahlen für eine Paria-Partei. In mehreren europäischen Ländern sind schon ähnlich gelagerte Parteien mit an der Macht - Deutschland geht davon auch nicht unter.