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Alt 16.05.2023, 21:46   #10672
Schwarzfahrer
Szenekenner
 
Benutzerbild von Schwarzfahrer
 
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Rhein-Neckar-Dreieck
Beiträge: 7.791
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Bei Dunkelflauten haben wir durchaus Strom, nur eben weniger als sonst.
Genau, das ist die Definition von Dunkelflaute: es wird über eine gewisse Zeit weniger Strom produziert, als gebraucht wird. (analog zum Bäcker, der auch pleite geht, wenn er nicht produziert, auch wenn es ein gewisser Kinderbuchautor anders sieht).
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Schließlich wird erneuerbare Energie nicht nur mit Windkraft und Photovoltaik erzeugt, sondern auch mit Biomasse, Wasserkraft und grünem Wasserstoff.
Schau Dir dazu mal die aktuellen Anteile an. Wenn die Summe relevant ist, ist Wind auch bei weitem der dominante Anteil, ohne Wind ist die Summe karg.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Daneben gibt es noch Stromspeicher.
Ich dachte, das sei inzwischen angekommen, daß es keine Speicher in ausreichender Größenordnung gibt.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Die Frage ist, ob der bei Dunkelflauten verfügbare Strom ausreichen kann, um den Strombedarf zu decken.
Nein, keine Frage: wenn der Strom reicht, um den Bedarf zu decken, dann ist es keine Dunkelflaute.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Bei dieser Abschätzung ist entscheidend, wie hoch man den voraussichtlichen Strombedarf ansetzt....

... Klug wäre es, wenn alle, bei denen es egal ist, mit dem Aufladen warten, bis ausreichend Strom verfügbar ist. Das wird über den Strompreis und smarte Steckdosen geregelt. Ist der Strom teuer, genügt bei vielen auch eine halb volle Batterie. Die Spülmaschine kann auch nachts laufen. Die Waschmaschine erst übermorgen. Ein Kühlschrank mit eingebautem Stromspeicher lädt in Phasen hoher Stromverfügbarkeit zu günstigen Preisen. Und so weiter.
Kühlschränke, die eine Zeit ohne Strom überbrücken können, sind Kleinvieh, worauf es ankommt, ist daß die großen Verbraucher, Industrieanlagen, Heizungspumpen, Rechenzentren, etc. dauerhaft versorgt sind. Dieser Strombedarf wird nicht von einer höheren Instanz "angesetzt", dieser ist gegeben. Dein Modell führt zum euphemistischen "Angebotsorientierten Stromverbrauch", den ich aus meiner Kindheit kenne: unplanbar gibt es zeitweise Strom, und zeitweise nicht. Oder gibt es dann eine Instanz, die "klug" bestimmt, wessen Verbrauch "gerechtfertigt" ist, und wessen "entbehrlich"? Damit kann keine moderne Industriegesellschaft funktionieren.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
... Dann laufen sehr energieintensive Prozesse mal auf Halbgas, sofern das möglich ist.
ist bei den meisten solchen Prozessen (Aluminiumwerk, Papierfabrik) nicht möglich.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Dunkelflauten sind selten und kommen alle fünf Jahre für ein paar Tage vor.
Nein, eine Unterversorgung ist häufiger, und das System muß auch mit dem worst cast zurechtkommen.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Außerdem brauchen wir ein leistungsfähigeres Leitungsnetz.
Das wäre sicher hilfreich, aber offenbar klappt es mit der Umsetzung nicht mal dabei, obwohl darin wirklich keine große neue Technologie steckt.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
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