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Alt 24.04.2023, 16:07   #5260
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 06.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 38.703
So, endlich wieder richtig Äktschn.
Bissl zurückhaltender aufgrund kurzfristig notwendiger Planänderungen, aber was solls.
Samstag früh inklusive einiger Umwege nach Ascheberg, n paar neue Felgen fürn Bus abholen.
Hatte zwar zwo Radsätze fürn alten, Sommer-Winter, klar, aber die Felgen passen leider nicht an den neueren Bulli. Wär ja zu easy.
Der Preis war für nen Satz Räder mit gegenüber allem anderen, was ich so gefunden hab, hervorrganed in Schuss' Felgen und zwo noch fahrbaren Reifen so krass interessant, dass ich drauf gepfiffen hab, dass der Anbieter nicht verschicken wollt.

Also Abmarsch Samstachfrüh, abholen.
Nu haben wir hier unten im Süden zwar mitgekriegt, dass es ein Stück auf der A45 gibt, das wegem Abriss einer Brücke komplett gesperrt ist, vielleicht auch im Hinterkopf, wo genau das ist, aber irgendwie isses dann doch was anderes wennst da rauffährst und plötzlich, ...hoppsa!
Das andre Thema an diesem Highway ist, dass der in meinem Kopf immer leer und deswegen sowieso top in Schuss ist. Kann mich an frühere Zeiten erinnern, als Kumpels lukrative Studentenjobs bei in Rhein-Main ansässigen Autoimporteuren hatten, die nix anderes mussten, als mit irgendwelchen Karren von denen zu zweit da rauf und dann wieder runter zu fahren in einer Tour. Wenn Auto oder Motorrad ausfahren, dann auf der 45, da iss nie was los.
Denkste Puppe.
Ersma wars ganz ok, dann kam Giessen und danach fragste dich, obse die Rumpelpiste nicht besser komplett wieder wegreissen sollten.
Steigerung nach unten kaum vorstellbar, bis eben man dann bei Lüdenscheid auf die Landstrasse runtergelitten wird.
Alter Schice! Ich kann mir nicht vorstellen, das ne solche Schlaglochpiste schlechter wär, wenn man einfach aufs Asphaltieren verzichtete. Da ist jede Wüstenpiste in Afrika ja noch besser als deren Strassen da.
Dann Altena!
Ich dacht ja immer, Plattling sei das hässlichste Kaff der Welt, aber dann kam ich hier durch.
Erst so 'Alter, Fuck, voll die Lost Places! Eins neberm andern!' aber nee, diese Fabriken sind noch voll in betrieb, da wuseln samstachs(!) Stapler rum, laufen Leute und stehn Autos aufm Hof.
Gegenüber Häuser, die aussehn, als würden sie seit 15Jahren verfallen da neben der Bundesstrasse, aber hoppsassa, da wohnen noch Leute. WTF?!
Gott, wie krass!

Wenn ich das gewusst hätte, was mich da erwartet, hätte ich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt das zuerst geplante Programm, das Samstagvormittag Eifel vorsah, durchzuziehen. Diese Horrorshow im Märkischen Kreis hätte mir fürn Rückweg genügt, dicke.
So aber dacht ich mir, was zuerst mal mies aussieht, wär sicher für nen freien Nachmittag töffte für ne kleine Aktion. Wie früher in Rumänien: miese Infrastruktur, top für Endurowandern.
Und Altena wuchert ja auch mit Pfunden, so war fixies ne haargenau passende Runde mit 8km undn paar Höhenmetern aufgetrieben. 'Traumhafte Aussichts ins Lehnetal' und so...
Also, und so sieht die dann aus:







Vom Wind zersauste und abgeholzte Hänge, am Reissbrett gezirkelte Wohnhäuser, Industriearchitektur.
Fade Waldautobahn, auch wenn der Frühlings sich müht, alles grau-schwarz-weiss mit ein paar bemühten Farbtupfern.
Hab dann abgekürzt, um das Drama nicht bis zum Ende auszureizen.




Der Fuchs ist mir dann fast über die Füsse gelaufen, als wenn er hier haargenau in die Zivilisation gehörte (wie ein Haustier, ums direkt zu formulieren), leider dauerte es ein wenig zu lange zu realisieren, dass ich die Kamera dabeihab und die ein formidables Zoom hat, sehr im Gegensatz zum Händi:




Naja, anschliessend noch n bissl Proviant eingekauft und ab nach Aufenau zum Motocross, wo ich Sonntach Dienst tun sollte.




Auch mal wieder schön, allerdings hockt man die meiste Zeit nur rum und hat (glücklicherweise für die Fahrer) nix zu tun.
Hervorragende Verpflegung, Rennwurst, und stellenweise ne etwas sonderbare Klientel:




Man beachte hier auch neben den Protagonisten im Vordergrund die Neigung des Hanges gegenüber, wo die Autos geparkt sind.
Dank Regen in der Nacht alles aufgeweicht, man konnt zwar oben reinfahren, ab da gings aber nur im Schneckentempo und mit wahrscheinlich leicht erhöhtem Puls nach unten auf der aufgeweichten, nassen Wiese. Parken also nur mit Nase nach unten, rückwärts korrigieren unmöglich. Sowas hatte ich auch noch nicht gesehen.
Der weisse Bus quer rechts steckte jedenfalls fest. Da haben wir noch am frühen Morgen schön quer übers Tal weg zuschauen können, wie der sich festgefahren hat.
Dürfte am Abend nicht der erste gewesen sein, der wegfährt, bis einer der Traktoren (die da in der Regel generell bereitstehn, um festgefahrene Camper und sonstige aus den Fahrerlagern und Camping- wie Parkwiesen zu ziehn) sich da rüber bequemt hat.
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Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
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