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Zitat von qbz
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Danke für den Link. Ich habe nur überflogen und finde das allerdings wirklich spannend. Im Detail kann ich das nicht bewerten. Es scheint mir aber in eine ähnliche Denkrichtung zu gehen wie die von Thomas Piketty. Ich kann allerdings nicht wirklich erkennen, daß wir dort eine Marktwirtschaft haben. Das ist in den meisten Fällen echter und harter Kapitalismus. Man hat über viele Jahre versucht große Staatsbetriebe aufrecht zu halten. Das hat sich aber nicht bewährt.
Dazu muss man verstehen, was den Kapitalismus so stabil macht. Es sind die Krisen. In jeder Krise wird das Kapital teurer. Dann müssen Unternehmen sich auf die wesentlichen Themen fokussieren und Ballast ablegen. Die Schwachen sterben. Es mag hart sein. Aber nach jeder Krise ist das System stärker als vorher. Dabei ist nahezu egal wie das ideologisch eingebettet wird. Je stärker der Drang, den Kränkelnden zu helfen, umso schlechter die Anpassung. Der Staat muss aber für Wettbewerb sorgen. Kartellrecht ist ein großes Thema. Auch hier war China - obwohl stark dafür kritisiert - knallhart. Und das Eigentum verpflichtet, wird dort auch intensiver gelebt als hier. Jack Ma hat das zu spüren bekommen.
Sabine-g wird mich gleich wieder als Fanboy abtun. Meine Intention ist aber anders. Ich mag in einem demokratischen Land leben und fühle mich in so einem System wohl. Ich sehe aber mit Besorgnis wie stark China wird und wie wir sie immer noch klein reden wollen und unterschätzen. Dieser Hochmut macht mir wirklich Sorgen
Edit: meine Gedanken nach den ersten Monaten intensiver Zusammenarbeit mit Chinesen und teilweise in China war: "Sch..., mit denen müssen meine Jungs mal im Arbeitsmarkt konkurrieren"
Dieser Gedanke hat sich nicht gebessert. Im Gegenteil.