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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Aggression und Angriffe ggü. Radfahrern
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Alt 09.01.2023, 12:16   #437
svmechow
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Registriert seit: 01.09.2021
Ort: Berlin
Beiträge: 1.242
[quote=El Stupido;1695563]Sorry für den Trigger. War natürlich keine Absicht. :-(

Easy. Ich arbeite dran. Mit EMDR (das ist diese abgefahrene Traumatherapie mit diesen Augenbewegungen) ist das ganze jetzt auf einem Funktionsniveau, mit dem es zwar scheisse läuft hier in der Stadt, aber immerhin es läuft. Also es fährt. Aber es ist eben nach wie vor so, dass diese krasse vegetative Reaktion mit Herzrasen und Adrenalinausschüttung, wie man sie als Radfahrer*in aus Gefahrensituationen kennt, bei mir immer noch inadäquat stark und vor allem in inadäquaten Situationen ausgelöst werden. Also selbst in objektiv harmlosen Verkehrssituationen, wenn mal einer ein klein wenig zu eng an mir vorbeizieht oder mich anhupt ohne reale Gefährdung, habe ich genau die Stressantwort, die ich früher nur in tatsächlichen Gefahrsituationen hatte. Dementsprechend schlimm ist es, wenn wirklich eine Gefahrensituation vorliegt, mich einer gefährlich schneidet oder ausbremst.

Vor ein paar Wochen hat mich ein Wurfgeschoss auf voller Fahrt am Hals getroffen; da wollte (wie sich später rekonstruieren ließ) ein Ladeninhaber einen flüchtigen Ladendieb mit einem dieser blöden Durstlöscher-Trinkpäckchen abschießen; leider hat es der Dieb vor mir über die Strasse geschafft und das Geschoss hat mich erwischt. Das war jetzt nicht real gefährlich, aber ich war so unfassbar panisch, dass ich mit dem Rad auf den Werfer zu bin, abgesprungen und ihn blindlings verprügelt habe. Ja, verprügelt. Also halt mit meinen Fäustchen mit Winterhandschuhen dran; das tat ihm sicher nicht weh und er hat meine Panik auch verstanden und kurz darauf kam ich wieder zu Sinnen.
So isse das halt, Z.n. Verkehrsunfall vor etwas über einem Jahr. Diese Unfallfolge ist für mich viel belastender, als die Behinderung meiner Hand, die dadurch auch geblieben ist. Die Pfote lässt sich besser kompensieren, als ein Dachschaden. Aber ich arbeite dran.
Und wir werden Berlin verlassen, leider erst in zwei Jahren, wenn ich solang noch durchhalte, sonst geh ich schon mal voran und der Mann folgt nach. In kleineren Städten ist die Unfallstatistik eine günstigere.
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