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Alt 25.10.2022, 01:00   #1588
qbz
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Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 12.721
Zitat:
Zitat von Nepumuk Beitrag anzeigen
Das hat mit Demokratie aber gar nichts zu tun. Es ist ganz wesentlich, Begriffe zu präzisieren und eine präzise Verwendung anzustreben. Das verhindert ganz wesentlich Fehlinterpretationen. Genauso ist es wichtig, Fakten von Meinungen und Interpretationen zu unterscheiden. Auch das hat erstmal nix mit Demokratie zu tun.

Mit Demokratie bzw. deren Gefährdung hat es aber sehr wohl zu tun, wenn Sprache bewusst so verdreht wird, dass Realitäten verschwimmen, Fakten und Meinungen nicht mehr zu trennen sind usw. Wir haben das schon in der Corona-Pandemie gesehen, wohin das führt. Jetzt wird das wieder im Bezug auf das "arme" Russland gemacht, dass sich ja nur gegen einen unberechtigten Wirtschafts"krieges" des Westen wehren muss. Mit präzisen Wortdefinitionen ist eine solche Verdrehung kaum möglich. Aber dann würde hier wohl auch so manche Argumentation in sich zusammen fallen.
Du bzw. die von Dir bevorzugte Führungsgruppe der Grünen werden sehr viel zu tun haben und trotz des undemokratischen und an Zensur grenzenden sowie Menschen diffamierenden Kampagnen-Eifers und der bezahlten Institute daran scheitern, das Wort Wirtschaftskrieg aus dem allgemeinen Sprachgebrauch für die Verwendung der Sanktionen DE u. der EU gegen Russland zu tilgen. Man findet auf Anhieb X-Reports von Zeitungen aller politischen Richtungen, wo eben genau der von mir benutzte Begriff zur Charakterisierung der Sanktionen verwendet wird. Z.B. hier bei der liberalen NZZ, quasi der FAZ der Schweiz, titelt das Leitmedium der liberalen Wirtschaftswelt ihren Artikel mit:

NZZ: Wer gewinnt den Wirtschaftskrieg – der Westen oder Russland?

Zitat:
"Doch abseits der militärischen Auseinandersetzung spielt sich seit sechs Monaten auch ein wirtschaftlicher Krieg ab, dessen Folgen erst in Monaten, wenn nicht Jahren, eindeutig quantifizierbar sein werden. Als Hauptakteure stehen sich der Westen und Russland gegenüber. Statt Granaten und Marschflugkörpern kommen Handelsembargos, Sanktionen, das Einfrieren von Vermögen und Enteignungen zum Einsatz."
Oder in der Taz:
Der Westen wird den Wirtschaftskrieg gegen den Kreml gewinnen, aber nicht sofort. Er darf sich nur nicht von russischer Propaganda blenden lassen.
Zitat:
"Russland dreht den Gashahn ab, was Wirtschaftsminister Habeck vorwurfsvoll kommentierte: „Russland nutzt seine Macht, um uns zu erpressen.“ Das stimmt. Allerdings gilt diese Analyse auch umgekehrt. Die EU versucht ebenfalls, Russland ökonomisch maximal zu schaden, und hat daher drakonische Sanktionen verhängt. Der militärische Konflikt in der Ukraine ist auch ein Wirtschaftskrieg. Die Frage ist: Kann er überhaupt gewonnen werden? Und wenn ja, wer wird siegen?"
Oder in der Süddeutschen (hinter Paywall):
Russland, Ukraine und der Westen: Wie schwierig es ist, einen Wirtschaftskrieg zu führen?

Oder die Weltwoche:
Wer gewinnt den Wirtschaftskrieg? Wem schaden die Sanktionen mehr: dem Westen oder Russland?

Oder .....

Geändert von qbz (25.10.2022 um 03:43 Uhr).
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