gemeinsam zwiften | youtube | forum heute
Ready for raceday.
Triathlon Coaching
Individueller Trainingsplan vom persönlichen Coach
Wissenschaftliches Training
Doppeltes Radtraining: Straße und Rolle mit separaten Programmen
Persönlich: Regelmäßige Video-Termine
Mehr erfahren: Jetzt unverbindlichen Video-Talk buchen!
triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Putin und die Ukraine
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 18.04.2022, 19:13   #4149
Hafu
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von LidlRacer Beitrag anzeigen
Es gibt Fotos von der beschädigten und brennenden Moskva vor dem Untergang ...
Ich hatte vor etlichen Wochen zu Beginn des Angriffskrieges mal einen Gedanken gesponnen, wieviel tote Soldaten sich Putin wohl leisten kann bevor innenpolitische Proteste, mitinitiiert durch die Mütter dieser Soldaten in Russland unüberhörbar werden. Ich dachte damals vor allem an die argentinischen Mütter von Opfern der Militärjunta, die über Jahre hinweg nicht aufhörten zu demonstrieren bis die damaligen Verbrechen aufgearbeitet worden waren.

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass Russland diesen Gedanken durchaus bei der Auswahl der in der Ukraine kämpfenden Einheiten im Vorhinein berücksichtigt hat, denn es kämpfen dort auf ukrainischem Gebiet nahezu ausschließlich Soldaten aus extrem armen russischen Regionen wie Dagestan, Sibirien, Kaukasus, Mongolei etc. deren Eltern entsprechend schlecht vernetzt und aus vielerlei Gründen kaum in der Lage sind, kritische Fragen nach dem Verbleib ihrer in der Armee dienenden Kinder zu stellen.

Bisher ist noch kein einziger toter Soldat aus dem Großraum Moskau bekannt geworden. Und wenn niemand einen gefallenen Soldaten kennt, dann ist es natürlich für die Moskauer Propaganda umso leichter, das Märchen aufrecht zu erhalten, dass in der Ukraine kein Krieg, sondern nur eine Spezialoperation stattfindet und dass die meisten Bilder, die im Westen vom Krieg und toten Soldaten kursieren, gefälscht sind.

Die Versenkung der Moskwa und der penliche Umgang von Putins Propaganda mit dem Verlust des Schiffes könnte da neue Nuancen in den Krieg bringen, denn auf der Moskwa dienten ja (im Gegensatz zu den Bodentruppen, die in dei Ukraine als Kanonenfutter geschickt wurden) durchaus auch "normale" Soldaten und Wehrpflichtige aus der Mitte der russischen Gesellschaft.
Und die Behauptung Moskaus, dass die gesamt 500-köpfige Mannschaft von einem brennenden Schiff, auf dem laufend Munition explodierte, evakuiert werden konnte, hatten westliche Militärexperten von Beginn an für wenig glaubhaft gehalten.

Dieser social media-Post eines Vaters, der mir in meine Twitter-Timeline gespült wurde, verursachte mir einen Kloß im Hals:

father.jpg
father2.jpg

Ich wünsche Herrn Shkrebets, dass er so schnell als möglich die Anworten auf die Fragen findet, die ihn umtreiben. Und ich glaube ihm, wenn er sagt, dass Eltern, denen ihr Kind in einer derartigen Weise weggenommen worden ist, vor nichts und niemandem mehr Angst haben.

Geändert von Hafu (18.04.2022 um 19:23 Uhr).