Zitat:
Zitat von tridinski
Die hier vertretene Meinung geht mehrheitlich davon aus dass für Hobbyathleten mit 10k=40min ein 4:30er Tempo noch im GA1-Bereich liegt (CTS, myPRoCoach, Joe Friel 4:40) und somit lockeres Grundlagentraining darstellt.
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Das finde ich unnötig überspitzt und nicht hilfreich. Die Pace markiert sicher die obere Grenze des GA1-Bereiches, da wird man aber mit den entsprechenden WK-Zeiten sicher trotzdem noch zu einem deutlichen Anteil rein aerob umsetzen und einen guten Reiz für die Fettverbrennung setzen. "Lockeres" Grundlagentraining ist das aber keinesfalls.
Als Beispiel mal eine Leistungsdiagnostik von mir kurz nach der Saisonpause im letzten Jahr, also November 2021. Da war ich nicht in wirklich guter Laufform. Anaerobe Schwelle wurde so um 4:02/min ermittelt, entspricht also wahrscheinlich einer knappen Sub40-Form.
Man sieht gut, dass der relative Anteil der Fettverbrennung natürlich von 5:00-4:30 abnimmt, absolut bleibt er aber relativ stabil, absolut setze ich sogar bei 4:36 am meisten Fett/h um. Abgesehen davon, dass man als triathlet seinen Fettstoffwechsel sicher vor allem auf dem Rad trainiert, zeigt das aber, dass man auch in diesen Bereichen immer noch deutliche aerobe Stoffwechselreize setzt.
Für den IM wäre die Pace natürlich aufgrund des angestiegenen KH-Verbrauchs viel zu hoch, fürs Training kann es aber durchaus Reize setzen, die im WK hilfreich sind.
Ich würde dennoch nicht so schnell laufen bzw. nur sehr selten, weil bei mir einfach der Regenerationsbedarf exponentiell ansteigt in diesem Bereich, ich bleibe da lieber bei 5:10-4:50 aktuell, bei deutlich besserer Laufform.
Aber vielleicht ein Hinweis, warum auch flotteres Laufen funktionieren kann.