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triathlon-szene.de Autor
Registriert seit: 06.01.2007
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Naja, schwer zu pauschalisieren.
Ich bin in drei Sektionen.
Mit einer geh ich gar nimmer weg, weder Kurse noch Touren, da wird mir zuviel gemauschelt und ich ertrags psychisch nedd, weil die Themen sich dauernd und mehr oder weniger ausschliesslich drum drehen, wer sich bei welcher Tour wie verletzt hat und von den Kollegen der Bergrettung geholt wurde.
Zudem sind die sowohl bei Kursen wie bei Touren mit Abstand die teuersten und was dabei vermittelt wird, ist mehr oder weniger gar nicht identisch mit der aktuellen Lehrmeinung des DAV, der Sicherheitsforschung oder den Angaben der Materialhersteller.
Die Sektion brauch ich aber halt wegen der Tickets hier für die Kletterhalle.
Deutlich cooler läufts bei der zweiten Sektion. Die Anmeldung wurde zwar chaotischer (vergleichbar Anmeldung Roth oder IM oder so, wenn die Server überlastet sind, weil alle in der gleichen Sekunde zugreifen wollen), früher habense aber gelost, wenns mehr Anmeldungen als Teilnehmerplätze waren und wenn man eben nicht ausgelost wurde, wusste man, dass man nicht deswegen nicht mitkann, weil die Freundin oder ne Gspusi des Trainers stattdessen ins Feld gemauschelt wurde oder so...
Zudem gibts in jedem Fall ne Vorbesprechung, bei der ggf. (also, falls nötig) notwendige Vorkenntnisse abgeprüft werden.
Die hatten wohl auch hin und wieder die Situation, beim Mehrseillängenkurs am Gardasee festzustellen, dass Leute angemeldet waren, die vielleicht schonmal geklettert sind, aber weder von Vorstiegsklettern noch Klettern ausserhalb der Halle Ahnung hatten.
Also, das kann passieren, wichtig ist aber halt, dass man daraus lernt und das ist da wohl der Fall.
Die Preise haben seit letztem Jahr deutlich angezogen, dennoch schätze ich es, dass ich wenn mehrere Trainer/Ausbilder dabei sind, alle auf die gleiche Frage unabhängig voneinander die gleiche Antwort, nämlich nach Lehrmeinung DAV geben und ich auch ansonsten nie das Gefühl habe, die machen irgendwas nach Gutdünken oder konträr zur Lehrmeinung nach dem Motto 'das haben wir schon immer so gemacht'.
Ausserdem, was den Preis angeht, ists nicht so, dass ich das Gefühl hätte, er sei vollkommen überzogen wie bei der ersten Sektion (2015 390Öre für ne Woche MTB-Tour die, wie ich hinterher rausfand, komplett auf irgendner Plattform runtergeladen war, wenngleich vorher schonmal abgeradelt. Die Kohle wohlgemerkt nur fürs Mitfahren, An-/Abreise, Übernachtungen, Essen usw. alles noch on top. Zur gleichen Zeit lag der Kurs für ne ähnliche Aktion bei Sektion II bei 100-140Öre), also, mit anderen Worten Preis-wert.
Tja, bleibt noch Sektion III, da bin ich auf Schwärmen eines Kumpels von Sektion II auch noch beigetreten, weil das eben hauptsächlich Rumänen bzw. Siebenbürger Sachsen sind.
Alles sehr gesellig, insgesamt nur gut 800 Mitglieder, von denen ich die, die eben die gleichen Interessen wie ich haben, mittlerweile weitgehend kenne und regelmässig bei Touren oder Kursen treffe. Was die richtig alpinen Geschichten angeht, machen das Jungs, die auch bei der Bergwacht und ähnlichen Organisationen sind, also das hat auch Hand und Fuss, was die da vermitteln, selbst bei Gemeinschafts-Touren hängen die sich voll rein, siehe die Story letztes Jahr im September in Südtirol, wo die alles vorgestiegen sind, alles Material eingebaut und einen hinter sich hergesichert haben.
Hätte ich zwar nicht so gewollt, war aber auch n ganz angenehmer Urlaub auf diese Weise.
Kosten: low, in jedem Fall. Grob gesagt Kurse n Zehner pro Tag pauschal, Touren null.
Dementsprechend viele Teilnehmer gibts, bzw. natürlich hauptsächlich erstmal Interessenten. Letzte Woche am Hochkeil hatten wirs ganze Haus und es sind über 100 Leute mitgefahren und die Hütte wurde ebenso direkt wieder ge-, wie die ersten Anmeldungen verbucht.
Dito das letzte WE jetzt. Das war zwar strenggenommen auch n Kurs , es gab aber zig verschiedene Gruppen inklusive jener für die, die gar nix machen wollten als auf der Hütte sitzen und Kaffee trinken oder bei schönem Wetter mal die Nase raushalten (also dieses WE eher nedd so oft).
Da iss also querbeet alles dabei. Ich würde allerdings auch nicht viel auf Gerede von Dritten geben, nichtmal von mir, denn ich kenne viele, die mit meiner Sektion I absolut zufrieden sind und regelmässig mit denen wegfahren (allerdings sind das halt auch Typen, mit denen ich eher nicht (mehr) klettern gehe).
Ich weiss halt nicht, ob die das mangels Erfahrungen mit anderen Sektionen machen (die Sektion II war eigentlich die, in der ich zuerst war, ich hatte schon gekündigt, aber nach ersten Erfahrungen mit Sektion I gebeten, mich doch bitte zu behalten), oder mangels Alternativen hier in der Gegend.
Denke, da dürfts im Umland von München neben den Rosenheimern jede Menge anderer Sektionen geben.
Muss ja nicht direkt die grösste, München-Oberland mit unpersönlichen 180000 Mitgliedern (oder so) sein, und in der Regel kann man ja auch erstmal reinschnuppern, ohne in der Sektion oder gar dem DAV allgemein Mitglied zu sein. Kost' dann halt n paar Taler mehr und man wird natürlich gegenüber den Mitgliedern nicht bevorzugt.
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Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
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