Guten Morgen,
vielen Dank, dass ihr so offen teilt, wie ihr euer Training steuert oder steuern lasst.
Bei mir war es zu Beginn (2016) die sprichwörtliche "Grünheit" hinter den Ohren, welche mich im ersten Verein zu meiner ersten Trainerin gebracht hat. Ich hatte keine Ahnung von allem und vor allem davon wie ich mich auf Rennen vorbereiten muss, welches Volumen und welche Einheiten anstehen. Was eine FTP ist wusste ich schon zwei Mal nicht.
So bin ich 2016 mit dem Ziel der ersten LD 2017 ins Training mit Trainerin eingestiegen. Dort habe ich viel über Volumen, Einheiten, Makro-Planung gelernt.
Für mich war es in den ersten Jahren mehr eine Leitlinie an der ich mich orientiert habe. Ganz strickt habe ich den Plan damals nicht durchgezogen, was zu viel zu wenig Laufkilometern in der Vorbereitung zur ersten Langdistanz geführt hat.
Nach Roth 2017 hat mich mein jetziger Coach (BBP-Training) angesprochen und gesagt, dass er mich gerne unterstützen will. Er sagt, dass er damals das Potential erkannt hat und sehen wollte, wie er sein Wissen (ehm. Triathlet, Mathematiker und Tri-ZahlenDatenFakten Nerd) anwenden kann. Das erste Jahr war ein Experiment mit Mitteldistanz-Fokus. Das zweite Jahr, ich jetzt als Athlet offiziell bei ihm und weniger als Versuchkaninchen, ging dann schon in die ambitionierte Richtung.
Und hier kommt meine Begründung, warum ich einen Coach habe ins Spiel:
(1) Zunächst liebe ich es hart zu Trainieren. Deshalb fahre ich mich, wenn ich freie Hand hätte, öfters gegen eine Wand oder komme ins Übertraining, werde verletzt und die Makro-Planung ist dahin. Deshalb brauche ich jemand an meiner Seite, welcher meine Limits kennt und mich bis zum A Rennen genau an der Schwelle zw. maximaler Fitness und Verletzung/Übertraining hält. Wir gehen auch manchmal drüber und testen die Reaktion aus, aber das wird kontrolliert von meinem Coach gesteuert.
(2) Weiter nehme ich mir nicht die Zeit die Gesamtplanung von Monaten auf Wochen auf Tage auf Einheiten herunterzubrechen. Ich habe so viele weitere spannende Themen um mich herum fliegen, welche ich anfangen möchte, angefangen habe und bei denen ich erfolgreich sein möchte. Entsprechen habe ich die Planung "Outgesourced", wie man bei mir im Beruf sagen würde.
(3) Und als dritten Punkt für mich sehe ich, dass ich einen Plan, welcher von einer Autorität (Coach) erstellt wurde, besser einhalten kann (mental, psychisch) als wenn ich mir selbst aufschreibe, was wann zu tun ist. Hier nutze ich den psychologischen Effekt der Bring-Schuld zu 100% aus. Da ich mich auf Johannes verlassen kann, weiß ich, dass der Plan mich im Rahmen meiner körperlichen Möglichkeiten ans Ziel bringt.
(4) In meinen 4 Jahren ist Johannes für mich mehr als nur Coach geworden. Er ist Mentor, Trainer, manchmal auch Psychologe und wenn ich auf das Training und die Vorbereitung schaue, der größte Support um erfolgreich zu sein. Ohne die Planung würde ich selbst rumwurschteln und viel würde wohl runterfallen, was er noch für mich mit betrachtet und mitdenkt. Die persönliche Beziehung zu meinem Trainer ist also auch mit ein Grund, warum ich einen Coach habe.
