Zitat:
Zitat von Andreundseinkombi
...Gibt es irgendeinen anderen der auf die Langdistanz gewechselt ist und es auf Anhieb durchweg wie gewollt und erwartet geklappt hat?...
|
Flo Angert hat seine erste Langdistanz in deutlich Sub8 gewonnen (Ironman Barcelona)
Daniel Baekkegart (so alt wie Iden) hat schon vor zwei Jahren seine erste Langdistanz absolviert und auch gleich gewonnen.
Ich denke, dass heutzutage wo Aerodynamik sehr detailliert messbar ist, der Faktor Ernährung im Ironman sehr genau erforscht ist und auch das Training weitaus besser planbar ist, als früher eine Langdistanz erheblich besser planbar ist.
Wandertage und Totaleinbrüche sieht man heutzutage meinem Gefühl nach viel seltener als vor 10 oder 20 Jahren.
Ich würde nicht drauf wetten, dass Iden gewinnt, aber IMHO hat er von allen drei Norwegern rein physiologisch die besten Langdistanzchancen und auch die makelloseste Bilanz auf der Mitteldistanz.
Problematisch ist allenfalls die Nähe seines Langdistanzdebüt zu St.George, wo er definitiv Top-Form hatte. Trainingstechnisch ist es schwierig eine Top-Form 6 Wochen zu konservieren und für einen richtigen Neuaufbau sind 6 Wochen zu kurz. Bei der sportlichen Überlegenheit, die er in St.George hatte, wäre es rückblickend betrachtet trainingstechnisch sinnvoller gewesen, die IM70.3-WM aus der Langdistanzvorbereitung heraus so ähnlich wie den Collins-Cup zu bestreiten mit nur Minimal-Tapering, denn auch da hätte er höchstwahrscheinlich gewonnen, wenn auch mit weniger Vorsprung.