Zitat:
Zitat von noam
... die zB bei Nachtschicht tagsüber Laden müssten und dann durch den höheren Preis zusätzlich belastet werden.
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Tagsüber gibt es mittlerweile genügend (und in Zukunft noch mehr) Photovoltaikstrom. Gerade die mittägliche Leistungsspitze, wenn in den Kantinen und zuhause gekocht wird, spielt heutzutage für die Stromnetze überhaupt keine relevante Rolle mehr, da mittags die Sonne am hellsten scheint und man ohnehin an fast allen Tagen mehr Strom im Netz hat als zu anderen Tageszeiten.
Moderne PV-Module produzieren auch bei bewölktem Himmerl ordentlich Strom. Probleme gibt es aktuell manchmal an wolkenlosen Tagen, an denen auch noch richtig viel Wind weht. Dann muss man in seltenen Fällen Windkrafträder anhalten, um die Netze nicht zu überlasten (und die Windkraftbetreiber dann für entgangene Gewinne entschädigen). In Zukunft mit mehr E-Autos und smarten Wallboxen kann man solche Phasen mit Überangebot an Strom für vermehrte Ladetätigkeit nutzen.
Das Modell, dass Strom stets tagsüber am teuersten und nachts am günstigsten ist, stammt aus der Zeit der unflexiblen Kohle- und Atomkraftwerke. In der Zukunft wird der Strompreis eher vom Wetter abhängen und auch mal im Tagesverlauf schwanken, so dass man an seiner Wallbox einstellt, dass die volle Ladeleistung möglichst immer dann abgerufen werden soll, wenn der Strom gerade am günstigsten, da reichlich vorhanden ist.