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Zitat von Necon
Danke HaFu für die super Einblicke.
Die Problematik die du beschreibst hört und sieht man inzwischen bei vielen Rennen und von einigen Profis.
Leider wird Ironman sich nicht die Mühe machen hier etwas zu ändern oder auf die Athleten einzugehen, denn viel mehr als fahrende Dollarzeichen sieht doch Ironman nicht in den Sportlern.
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Aber die fahrenden Dollarzeichen kehren Ironman ja zunehmend den Rücken, da sie Möglichkeiten gefunden haben, auf andere Art und Weise ihre Sponsoren zu präsentieren: Frodeno in selbstorganisierten Battles oder Tri@homes bzw. beim Colins-Cup, Sanders ebenso bei der PTO bzw. als Gast von Frodos Event, Patrick Lange macht statt einer Ironman70.3-WM lieber 'ne Challenge in Roth, Gomez und Brownlee haben ebenso besseres zu tun. Es gab wohl noch nie in den letzten fünf bis sechs Jahren eine Ironman70.3-WM bei der so viele der Szene-Topstars absagten und das lag sicher nicht am Preisgeld, das gegenüber Nizza und Südafrika deutlich aufgestockt worden war.
Von den Top20 der Weltrangliste machten nur 10 Athleten gestern in St.George mit und von den TopTen nur drei Athleten.. Und das trotz der Rennabsage von Kona, die eigentlich jeden Triathlonprofi zwang, seine Sponsoren noch bei alternativen Events zu präsentieren.
Ich glaube schon, dass sich hier im Bereich Regelwerk etwas in absehbarer Zeit ändern wird. Steter Tropfen höhlt den Stein und die gewachsene Rolle der PTO, sowie die Stärke der Challenge-Serie die beide das Problem aktiv adressieren und Verfechter der 20m-Regel sind, werden hier als Katalysator wirken.
Auch im Slowtwitch-Forum tauchen Diskussionen über rennbeeinflussende Motobikes und vergleichsweise langweiliges Gruppenfahren in der zweiten Disziplin (das sind zwei Seiten der gleichen Medaille) nahezu in jedem Raceday-Thread bzw. Race-Prediction-Thread und für Superstar Sanders war das sogar mit ein Hauptgrund, dass er der WM in Utah fernblieb. Ironman wird sich irgendwann dem wachsenden Druck der Profis und der Öffentlichkeit anpassen müssen, wenn sie nicht irgendwann ins Hintertreffen gegenüber der Konkurrenz geraten wollen.