Zitat:
Zitat von tandem65
minimale Gängelung bedeutet alles ist erlaubt
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Das mag Deine Interpretation sein - in einer schwarz-weißen Welt, in der wenige "Wissende" den vielen Unmündigen in engstem Rahmen vorgeben, was sie zu tun haben, und verhindern (wollen), daß sie Fehler machen. In einer freien Welt, wie ich sie in den vergangenen Jahrzehnten persönlich in Deutschland, England und USA erlebt habe, sieht es eher so aus, wie es noam schön formuliert hat:
Zitat:
Zitat von noam
Regeln in einer freien Gesellschaft sind dazu da, ein Zusammenleben in einem definierten Raum mit möglichst viel Freiheit und möglichst wenig Gängelung des einzelnen zu ermöglichen. Regeln sollen nicht zum Selbstzweck werden und damit den Bürger entmündigen, sein Verhalten zu gestalten. Etwas zu machen, nur weil es erlaubt ist und sich darauf zu berufen, ist für mich kein erstrebenswerter Zustand.
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Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der meine Mitmenschen durch engste "Führung" an jedem Fehler gehindert werden - denn diese Mitmenschen werden keine eigene Vorstellung von Rücksicht und Verantwortung mehr entwickeln - das macht mir mehr Angst, als mögliche Fehleinschätzung des Einzelnen. Es reicht, die größten "Risiken" durch Regeln abzufangen. Noam formuliert auch hier sehr passend:
Zitat:
Zitat von noam
Im Endeffekt wäre ein entsprechender goldener Mittelweg aus individueller Verantwortung da, wo man es den Menschen zutrauen kann, und klare Regeln, wo der Mensch aufgrund von Informationsdefiziten einer tragischen individuellen Fehleinschätzung obliegen kann.
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