Zitat:
Zitat von merz
EU: Einkaufsfehler auch gern mal nochmal machen und nochmal und ....
....
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Zitat:
Zitat von Helmut S
Brutal.
Die EU ist tatsächlich die gaaaanz große Verliererin der Pandemie. 
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Nach Durchlesen der Links sehe ich keine Fehler bei der Bestellpolitik der EU.
Einen altmodischen Totvirus-Impfstoff bestellt man doch nicht ohne dass eine Phase 3-Studie überhaupt begonnen hat.
Die EU hat letztes Jahr Biontech, Moderna, J&J und AZ sicherlich zu spät (und anfangs zu wenig) bestellt. Aber mittlerweile gibt es weit mehr Lieferzusagen für Impfstoffe als in der EU benötigt werden. Im Herbst wird man überschüssigen Impfstoff, den in der EU niemand will, an die Covax-Initiative verschenken müssen. Wozu soll man da jetzt in Firmen investieren, die es mutmaßlich niemehr zur Zulassungsreife schaffen?
Eine jetzt neu aufgelegte Phase-3-Studie ist in ethischer Hinsicht ganz schwierig zu designen, denn Tests des impfstoffes gegen ein Placebo-Präparat verbieten sich angesichts des Vorhandenseins von gut wirksamen und gut verträglichen Impfstoffen.
Eine neu aufgelegte Zulassungsstudie könnte also allenfalls als Vergleichsstudie gegen Biontech, Moderna etc. doppelblind erfolgen und ein neu aufgelegter Impfstoff würde nur dann zugelassen werden, wenn er wesentlich besser verträglich und wesentlich besser wirksam wäre als die bereits zugelassenen (sehr gut wirksamen und sehr verträglichen) Präparate.
Es dürfte auch maximal schwer sein, in der jetzigen Situation in der immer mehr Menschen problemlos Zugang zu bewährten impfstoffen haben, überhaupt Teilnehmer für eine Zulassungsstudie zu finden, denn wieso sollte ich an einer Studie teilnehmen, bei der ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% ein nicht zugelassenes Präparat unklarer Wirksamkeit erhalte und ich bis zum Ende der Laufzeit der Studie nicht die Privilegien genieße, die Geimpfte demnächst erwarten?
Da würde ich mit Sicherheit eine reguläre Impfung mit einem der zugelassenen Präparate bevorzugen.