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Also für das Thema muss man denke ich beachten, dass wir in unserem Körper mehrere Speicher für Glykogen haben. Die wichtigsten sind dabei für uns die Speicher der Muskulatur und die Leber.
Gerade der Speicher in der Leber ist überlebenswichtig denn der reguliert den Blutzuckerspiegel. Also wird hier laufend Glykogen zu Glucose umgewandelt, auch Nachts und darum ist dieser Speicher auch geleert früh morgens (geleert soll nicht leer bedeuten und ist auch abhängig davon wann man trainiert und wie man isst).
Weitere sollte man beachten das unsere Stoffwechselvorgänge im Körper nicht hart abgetrennt sind, also Glykolyse und Lypolyse wechseln sich nicht plötzlich spontan beim Übergang an der aerob- anaeroben Schwelle ab, sondern es läuft immer alles nur dominiert ein Vorgang den anderen in bestimmten Bereichen.
Rennradprofis schmeißen Gels erst gegen Ende ein weil es im Normalfall dort erst richtig zur Sache geht, der Puls geht deutlich in die Höhe, die Stoffwechselsysteme sind vom der Glykolyse dominiert und die Gels sind so designed das sie innerhalb weniger Minuten ihre volle Wirkung entfalten. Ich gehe davon aus das diese Profis in der Lage sind während der Fahrt mit ihrer Verpflegung einen Teil der Energie die sie verbrennen zu zuführen aber nicht alles, also beginnen sie dort bereits die Speicher in der Muskulatur zu leeren. Wenn es dann zum Ende hingeht, brauchen sie aber volle Energie und können es sich nicht erlauben die Speicher leer zu fahren. Erstens das Risiko des "Mann mit dem Hammer" zweitens würde das die Regeneration deutlich verlangsamen wenn man das nachdem Rennen beginnen muss aufzufüllen.
Also Gel und innerhalb weniger Minuten noch ein Gel und noch eines usw.
Das hat aber nichts mit gewöhnen zu tun und das deren Körper dann das immer verlangen würde.
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