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Thema: Corona Virus
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Alt 06.01.2021, 11:40   #17601
Matthias75
Szenekenner
 
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Registriert seit: 12.12.2010
Ort: Hofheim a.T.
Beiträge: 5.307
Zitat:
Zitat von noam Beitrag anzeigen
Man sollte vielleicht einmal mit dem Fingerzeigen aufhören und immer wieder neue Sündeböcke suchen. Ja am Wochenende waren sehr viele Menschen in den deutschen Mittelgebirgen unterwegs, was zu erheblichen Verkehrsstörungen (wie immer wenn der erste Schnee fällt) führte. Aber die Leute waren zu einem großen Teil draußen in den Gruppen unterwegs, in denen sie eh tagtäglich verkehren. Wo soll hier ein der prognostizierte Weltuntergang passiert sein?
+1

Ich war einer derjenigen, die vor den Feiertagen und auch zwischen den Jahren den Schnee auf dem großen Feldberg (Taunus) genutzt haben.

Das Problem ist eher verkehrstechnisch als ein Coronaproblem. Auf dem Feldbergplateau sind schlicht nicht genug Parkplätze vorhanden und es fehlt eine Strategie/Planung in Bezug auf Verkehr und Parkplätze.

Wir waren immer sehr früh unterwegs, um dem Hauptansturm zuvorzukommen. Das heißt, 8:30 oben, 1,5h Schlittenfahren, bis den Kindern kalt war, gegen 10:00/10:30 wieder im Auto auf dem Weg nach Hause. Früh war die Parkplatzsuche kein Problem (die Sperrungen kamen immer erst später am Tag). Abstände einhalten war auch kein Thema. Die Besucherzahl auf dem Berg ist offensichtlich durch die Anzahl der Parkplätze (bewusst oder unbewusst) begrenzt und somit Abstandhalten auch kein Thema.

Auf dem Weg zum Auto und runter vom Berg hat man dann aber die Autoschlangen gesehen, die nicht mehr auf den Berg gelassen wurden, da Verkehrswacht und Polizei schon sehr weit unten die Zufahrtsstraßen dicht gemacht haben. Da kam es natürlich zu extrem langen Staus und chaotischen Verhältnissen. Ob es oben coronatechnisch eng geworden wäre, wenn man alle hoch gelassen hätte, kann ich nicht einschätzen. Da das aber offensichtlich verkehrstechnisch nicht möglich ist, zumindest für die Feldbergregion, eine müßige Diskussion.

Insgesamt, wie du ja auch schreibst, eine übliche Situation wenn der erste Schnee fällt. Aktuell sicherlich verstärkt, da wegen Corona keiner im Skiurlaub ist, der erste Schnee über die Feiertage/Ferien fiel und es an Alternativen für die Freizeitgestaltung fehlt. Die Gemeinden täten langfristig aber gut daran, zu überlegen, wie sie die Verkehrssituation in den Griff bekommen können. Es wird auch nach Corona solche Wochenenden geben.

Grundsätzlich alle, die in den Schnee fahren wollen und die man sonst gerne willkommen heißt, zu kriminalisieren und, wie ich z.B. heute gelesen habe, nach Hilfe der Bundeswehr zu rufen, finde ich den falschen Weg.

M.

Grundsätzlich sehe ich natürlich ein, dass die Situation für die betroffenen Gemeinden sehr schwierig ist und dass es keine Option ist, alle gleichzeitig in die Berge zu lassen. Aber auch hier macht der Ton die Musik. Und jetzt pauschal alle zu beschimpfen und zu verurteilen, ist sicher nicht der richtige Weg.

Geändert von Matthias75 (06.01.2021 um 15:06 Uhr).
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