Für einen Jahresrückblick war mein Jahr sicherlich nicht aufregend genug. Die Statistiken habe ich mir aber natürlich trotzdem angeguckt und möchte sie hier teilen.
Schwimmen: 88,6 km / 37:30 h / 40 TE (wie auch 2019 war ich nur ein mal im See schwimmen. Okay mit Wettkämpfen war ich 2019 4 mal im See)
Rad Outdoor: 5863,78 km / 240:41 h / 99 TE
Rolle: ca. 2970,86 km / 97:06 h / 108 TE
Bike gesamt: 8834,65 km / 337:47 h / 207 TE
Davon TT Bike: 4699,95 km
Laufen: 679,99 km / 89:23 h / 150 TE
Zirkeltraining/Stabi: 31:02 h / 78 TE
(darunter waren 10 h Yoga welche 40 der Einheiten ausgemacht haben)
Krafttraining: 17:16 h / 22 TE
Und ein bisschen kleinvieh gab es noch. Wobei ich Dehnen, Mobilisierung etc. nicht tracke (abgesehen von oben genannten Yoga-Einheiten)
Insgesamt: 524:11 h / 511 TE
Wenn ich das mit den Werten aus dem Jahresumfangsthread vergleiche bin ich doch überrascht, wie wenig ich trainiere. Wobei ich in der ersten Jahreshälfte deutlich mehr trainiert habe, als in der zweiten. In den ersten 6 Monaten habe ich bereits knapp 308 h trainiert. In den letzten 6 Monaten des Jahres also 1/3 weniger und dazu hat der Juli mit 57 h Training ein Viertel der restlichen 216 h ausgemacht hat.
Wirklich zufrieden bin ich damit nicht, auch wenn ich gerade noch so auf 10 h Training pro Woche gekommen bin. Gut mit Schwimmen hätte ich mehr trainiert und wäre vermutlich bei soliden 13 h oder so pro Woche gelandet. Das ich nicht mehr laufe und radfahre liegt ja weniger an Zeitmangel als an körperlicher Toleranz. Sogesehen habe ich mich zumindest auch deutlich gesteigert:

Insgesamt 390 h vs 524 h, also knapp 2,5 h mehr pro Woche.
Den Jahresumfang beim Radfahren habe ich erst ab 2019 wirklich sauber notiert. Aber an Hand meiner alten Aufzeichnungen sollte das ungefähr hinkommen. Laufen hingegen konnte ich noch aus meinen alten Polar-Daten retten.
Was mich aber stört ist, dass ich das Gefühl habe in vielen Punkten nicht besser geworden zu sein.
1)
Ich habe über den November und Dezember nochmal gute Fortschritte im Bereich der Beweglichkeit gemacht und würde sagen, dass ich nun beweglicher bin als vor meinem Bandscheibenvorfall, aber ich habe keine Fortschritte im Bereich der Kraft gemacht. Dafür war das Stabi und auch Krafttraining einfach zu inskontant. So kann ich zwar 60 s eine Plank halten, aber 3*20 saubere langsame mountain climbers schaffe ich nicht annähernd. Auch 3*12 Liegestütze bekomme ich nur an guten Tagen hin. Im Oktober war ich bei 40 kg Kniebeugen und 60 kg Kreuzheben, aber ob davon jetzt nach 3 Monaten ohne Krafttraining soviel übrig geblieben ist...ich glaube es eher nicht. Ich würde auch keine 3 sauberen Klimmzüge schaffen.
2)
Ich bin zwar halbwegs viel auf dem TT gefahren, allerdings nur selten am Auflieger. Ich fühle mich einfach nicht wirklich wohl mit Fahrrad und der Position. Sitze ich höher, fühlen sich die Hamstrings nicht gut an. Sitze ich niedriger fühlen sich das Knie und die Oberschenkelvorderseite nicht gut an. Außerdem habe ich das Gefühl vor zu rutschen und das der Lenker zu weit weg ist, nur bekomme ich das nicht wirklich gelöst. Oder ich bin zumindest zu blöd dafür.
3)
Anfang des Jahres hatte ich eine Phase in der ich einige 20 km Läufe gemacht habe. Ich habe damit dann irgendwann aufgehört, weil ich große Probleme im GIT hatte. Nachdem die Probleme irgendwann weg waren (~ 3 Monate später) habe ich es nicht mehr geschafft meinen Umfang auszubauen. Wenn ich 30 km Laufe, egal mit Tempoeinheiten oder ohne, komme ich mir schon vor als wäre ich am Anschlag.

Ich habe zwar gute Einzelleistungen erzielt wie meine 5 km PB von >20 auf 18:09 zu senken, aber von Belastungstoleranz oder wie Seiler es so schön beschreibt "Low Intensity Durability" sowie "High Intensity Repeatability" kann keine Rede sein.
4)
Auf dem Rad habe ich die Low Intensity Durability zwar wirklich gut gesteigert und so konnte ich irgendwann problemlos lange LIT Einheiten fahren, aber die HIT Repeatbility viel mir schon schwer. Auch ist mein Leistung mittlerweile wirklich gesunken. Gut es war Offseason da ist das nicht verkehrt. Aber in meinen Ramp Tests hier auf der Rolle habe ich schlechter abgeschnitten als in der Leistungsdiagnostik September/Oktober 2019. Im Mai gab es aber ein kurzes hoch mit 300 W über 20 min in TT-Position. Wahrscheinlich haben hier dann aber auch einfach gezielte Intensitäten gefehlt, denn 2019 habe ich zwar auch nicht so strukturiert trainiert, hatte aber einige Wettkämpfe in den Monaten davor.
5)
Denke das Schwimmen ist offensichtlich, wobei ich im Oktober ja tatsächlich meine 400 m Bestzeit geknackt habe. Sogar 2 mal
Andererseits ist das vielleicht auch gar nicht schlimm, denn das sind alles potentiale um nächstes Jahr einen größeren Schritt zu machen. Immerhin habe ich das Jahr ohne weitere gesundheitliche Probleme überstanden. 2019 gab es ja den Bandscheibenvorfall im September und 2018 hatte ich eine Piriformisverletzung im November. Zu meinen GIT Problemen habe ich ja eine on/off-Beziehung.
Ich hoffe ihr seid auch alle gut in das Jahr gestartet
