14.11.2020, 22:12
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#97
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Szenekenner
Registriert seit: 23.06.2019
Beiträge: 687
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Zitat:
Zitat von Schlafschaf
Sterbende Leute finde ich immer noch komisch als Argument. Im ersten Moment hört sich das natürlich sinnvoll an, aber dann muss man sich schon fragen wieso wir nicht den gleichen Aufwand für die Grippe-Opfer usw aufbringen. Wieso überhaupt jemals wieder in Gruppen Sport machen oder Großveranstaltungen zulassen? All das führt dazu, dass Leute in Kontakt kommen und Bakterien und Viren von Mensch zu Mensch hüpfen.
Oder global betrachtet: Jeden Tag verhungern Menschen weil nix zu essen da ist und sterben Menschen an banalen Krankheiten weil Medizin fehlt. Wir könnten den Zustand leicht ändern wenn wir nicht so an unserem Wohlstand hängen würden.
Also scheinen wir wohl doch irgendwie abzuwägen wann uns unser Vergnügen wichtiger ist als ein Menschenleben.
Für mich ist es immer noch etwas befremdlich, dass bei Corona plötzlich so ganz anders gewertet wird. Wer sagt "Jedes Leben zählt" müsste theoretisch auch nach Corona so weiterleben wie im Lockdown. Alles andere könnte zum frühzeitigen Ableben eines Mitmenschen führen.
Damit ihr das nicht falsch versteht: ich finde es gut, dass wir aktuell so viel Rücksicht nehmen auf andere. Mich wundert es nur wieso wir es bisher oder an anderer Stelle so wenig tun...
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exakt
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