Die PL Jungs haben in ihren neuen Blog Eintrag auch noch mal was zu dem Thema "offener Brief" erzählt und ihre Sicht der Dinge geschildert. Zudem hat Bocki dort eine 10min Sprachnachricht veröffentlicht, die an genau die Athelten ging die in dem offenen Brief namentlich genannt sind. Alex Schilling hatte es sich wohl zur Aufgabe gemacht diese Sprachnachricht an alle "kritischen" Athleten zu verteilen.
https://pushing-limits.de/sport/resu...er-rueckblick/
Ich bin von meiner Persönlichkeit so gestrickt, dass ich immer versuche beide Seiten zu verstehen. Und ich muss sagen, ich hatte vom Zeitpunkt der Erscheinung des offenen Briefs ein Verständnis dahingehend entwickelt, dass ich ihr Anliegen nachvollziehen kann, aber ich deren Standpunkt nicht vertrete.
Unabhängig von der Entstehungsgeschichte, kann ein Veranstalter (Pushing Limits) mit den Einladungen so umgehen wie sie es für richtig hält.
Das ist wie in jedem anderen Berufsleben auch. Z.B. leben Handwerker auch zum Großteil von ihrem Ruf und ihrem Netzwerk, persönlichen Weiterempfehlungen etc. Nicht jeder Auftrag wird erst groß ausgeschrieben wo sich jede Firma drauf bewerben kann. Ähnlich sehe ich es hier auch.
Wenn ich allerdings auch noch die Entstehungsgeschichte berücksichtige, und ich habe mir die Zeit genommen den offenen Brief, diverse Twitter / Instragram / Facebook Nachrichten, Blogeinträge etc. zu lesen, dann verstehe ich die Beschwerde umso weniger.
Ich finde Bocki hat in seiner Sprachnachricht sehr transparent, nicht überheblich und sehr selbst reflektierend gesprochen. Und wenn dann sogar noch gute Gespräche mit Athleten geführt wurden und diese dann 1 Tag später den offenen Brief unterzeichnen, dann hat es auch meiner Sicht schon einen faden Beigeschmack.
Ich denke man wäre in jedem einzelnen Fall weiter gekommen, wenn die Athleten des offenen Briefes ein klärendes Gespräch mit PTO und Pushing Limits gesucht hätten um dort den Grundstein für zukünftige Rennen zu legen.
Die Jungs von PL haben sich etwas getraut. Haben in kurzer Zeit etwas richtig cooles aufgebaut, was sicherlich auch im nächsten Jahr, solange wir noch jegliche Corona Einschränkungen haben, wiederholt wird. Und genau davon profitieren auch die Athleten aus dem offenen Brief. Und ob sie sich mit dem Brief einen gefallengetan haben... mhmmmm sei mal dahingestellt.
Patrick Dirksmeier hat auf Instagram es sehr gut zusammengefasst und ich denke jeder weiss, was er genau meint, ohne dass er Namen nennt.
Zitat:
"Danke an @pushinglimits.de für diese kreative Lösung. Ich finde die Art der Veranstaltung und Berichterstattung aus Ratingen ist das, was wir im Profi Triathlon brauchen. Kleinere Rennen scheinen in Zeiten einer Pandemie die einzige Lösung zu sein. Ich befürchte, dass die Massenveranstaltungen der großen Rennen schwierig bleiben werden.
Was wir jetzt brauchen sind kreative Macher, die in außergewöhnlichen Situationen neue Wege gehen und auch riskieren Fehler zu machen. Denn wenn wir jetzt stillstehen, werden wir uns nicht anpassen. Und eine Anpassung unseres Sports könnte überlebenswichtig für unsere Rennen sein"
|
Zum Thema Larasch, da die Veröffentlichung auf deren Plattform hier kritisch gesehen wurde: Ich sehe das sehr positiv. Ich finde es immer sehr angenehm wenn Medien immer unterschiedliche Sichtweisen aufzeigen zumal der offene Brief ja nicht von Larasch verfasst wurde, sondern lediglich deren Plattform zu veröffentlichung gediehnt hat. Und da finde ich es sogar sehr positiv wenn eine Plattform wie Larasch auch die andere Sichtweise darstellt obwohl sie ein Gewinner des PL Races waren.
Was ich eher nervig finde ich das gegenseitige Bashing zwischen PL /TCC und Tri-Mag. Frank Wechsel wurde es in derem Carbon & Laktak Podcast ja nicht leid zu sagen, dass das Rennen zwar gut, aber nicht übermaßig gut besetzt war. Ich würde behaupten, wenn jemand anderes als Veranstalter dahintergestanden hätte, hätte Frank im Podcast von einem international gut besetztem Rennen gesprochen.
Ich hatte das Gefühl, dass Frank es nur gesagt hat, weil Nicki und bocki vorab die Qualität des Starterfeld auch etwas zu sehr in den Himmel gelobt haben, was aber auch als Veranstatlter, ihr gutes Recht ist.