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Zitat von qbz
Sicher. Die "anrückende" Polizei trifft also schon mal auf Unbeteiligte, die weg wollen. Nicht ganz unkompliziert manchmal, manchmal gefährlich.
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Aus der Praxis kann ich sagen, dass es eigentlich doch recht unkompliziert ist. Ich gebe Anweisung, erkläre dem Bürger kurz warum oder gebe ihm eine Telefonnummer, wo er das Warum erfragen kann, wenn es die zeitliche Dringlichkeit nicht zulässt, ein entsprechendes Gespräch zu führen, und der Bürger folgt meiner Anweisung.
Du beschreibst es ja gerade so, als wenn anrückende Polizeikohorten ohne vorher auch nur ein Wort zu verlieren sofort losknüppeln. Das habe ich so noch nie erlebt. Es erfolgen unzählige Ansagen über Lautsprecher mit entsprechender Androhung von Zwangsmaßnahmen und wer sich bis dahin nicht an die entsprechenden Anweisungen gehalten hat, ist vielleicht doch gar nicht so unbeteiligt wie er sich gerne darstellt.
Kompliziert (für den Bürger) wird es erst wenn der Bürger meiner Anweisung aus welchen Gründen auch immer nicht folge leisten will. Und jetzt kommen wir eben zum häufigen Streitpunkt im Einsatz: Dem Rechtsstaat. Ein Rechtsstaat hinsichtlich hoheitlicher Maßnahmen funktioniert so, dass man
im Nachhinein gerichtlich feststellen lassen kann, ob eine Maßnahme rechtmäßig war oder nicht. Sollte eine Maßnahme für unrechtmäßig beschieden werden, wird der Benachteiligte auch entsprechend entschädigt. Das IM NACHHINEIN wollen viele leider nicht verstehen und fühlen sich ob ihrer drei Staffeln Babsi Salesch und zwei Semester Jura berufen das vor Ort ausdiskutieren zu wollen. So funktioniert ein Rechtsstaat aber nicht.