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Bei Corona ist es halt auch immer eine Frage der pers. Betroffenheit.
Freunde von uns hatten vor kurzem eine Kaiserschnittentbindung, das Kind hatte danach feuchte Lungen, und nachfolgend wurde ein Lungenriss entdeckt, wodurch Luft in den Rippenzwischenraum gelangt ist und ein Lungenflügel zu kollabieren drohte. Riss wurde geschlossen, aber das Baby musste an seinem zweiten Lebtag ins künstliche Koma.
Das trifft mich ehrlich gesagt viel härter als die ganzen Corona-Fälle von Fremden. Schäme ich mich deswegen? Nö.
Die Fremden hätte es auch nicht interessiert, ob das Baby meiner Freunde durchkommt oder nicht. Es hat auch niemanden interessiert, als ein Freund von mir kurz nach seinem 18. Geburtstag von einem Auto erfasst worden ist.
Das heißt aber nicht, dass ich meine Mitmenschen nicht vor mir schützen werde. MNS sehe ich als Selbstverständlich an, genauso wie Abstand halten. Ich fahr auch nicht mit meinem Panzer mit 50 durchs Wohngebiet, wo nur 30 erlaubt sind.
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