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Ob Milch höchst gesund oder höchst schädlich ist, wird seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert (zumindest kenne ich das Thema seit den 80-ern). Milch wurde schon für alle möglichen Krankheiten verantwortlich gemacht. Ich will hier nicht die urteilen, ob es ich um zufällige Korrelationen oder ursächliche Zusammenhänge handelt, aber bei allen Risiken gibt es viele Menschen, die Milch nicht nur lecker finden, sondern auch ohne Beschwerden auch in größeren Mengen genießen (ich auch). Milchprodukte (Käse, Yoghurt, u.ä.) werden weltweit seit Jahrtausenden genossen - offenbar ohne negative Selektionswirkung in der Evolution.
Wenn die Korrelationen zu Prostatakrebs (negativ) und Darmkrebs (positiv) stimmen, dann würde ich vermehrt Milch trinken. Ich glaube meinem Vater (Arzt, 87, seit fast 10 Jahren auch Prostatakrebs), der meint, die meisten Patienten sterben mit Prostatakrebs, nicht an. Er selbst hat einiges an Behandlungen wegen des diagnostizierten Prostatakrebses über sich ergehen lassen, die durch ihre üblen Nebenwirkungen die Lebensqualität stark eingeschränkt haben. Seit er auf ständige Prüfung der Werte und auf die daraus folgenden Behandlungen verzichtet, geht es ihm besser. Natürlich gibt es auch üblere Fälle, aber das ganz große Lebensrisiko scheint es nicht zu sein.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
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