Zitat:
Zitat von Trimichi
Damals wussten wir auch nicht, dass die Jupitermonde existieren. Allerdings wurde das Fernrohr erfunden. Später wussten wir nichts von Bakterien. Allerdings wurde das Mikroskop erfunden. Heute erfinden wir also keine Messinstrumente mehr, weil unsere Messinstrumente schon alles erfassen können? Daraus schließen wir, dass das, was wir nicht messen können, auch nicht existieren kann? Und selbst wenn wir wieder neue Messinstrumente erfinden würden, so würde, dass behaupte ich ganz sicher, doch wieder etwas durch die Maschen des Netzes hindurchkommen, so eng wir sie auch knüpften (z.B. wegen des Beobachtereffekts).
|
Demzufolge wäre es Scharlatanerie, exakte Einzelheiten zu behaupten, obwohl man gar nicht die Mittel hat, um die Sache untersuchen zu können.
Das ist genau mein Vorwurf an religiöse Verkünder. Denn sie haben kein besseres Teleskop als alle anderen. Sie behaupten trotzdem, ein Wissen zu haben, welches sie nicht haben
können.
Weiterhin halten sie an Behauptungen fest, die längst widerlegt sind, weil wir die Mittel dazu längst haben.
Bei näherer Betrachtung stellen sich die Behauptungen als wenig göttlich heraus, etwa Doofheiten wie diese:
Jesus: "Ich aber sage euch: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nichts hat, wird auch das genommen werden, was er hat." (Lukas 19,26)
Dein Argument gehört zu den Standards der Apologetik und nennt sich "Gott der Lücken" (God of the gaps). Man wird immer eine Lücke finden, in die man Gott noch hineinzwängen und verstecken kann, egal wie weit unser Wissen fortschreitet. Man kann es ja einfach behaupten.