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Vor Jahren fand ich endlich mal einen Artikel über Vaclav Kamenik und ich hatte schon öfter danach gesucht.
Mich faszinieren solche Leute, besonders wenn das Training zu ihren Leistungen passt.
Bei Kamenik dürfte das der Fall gewesen sein.
Er lief laut Artikel wöchentlich zwischen 300 und 400 km durchschnittlich in 3:45 min/km etwa.
Ich glaube, dass er fast jeden Tag unter der Woche ähnlich viele Kilometer lief und am Wochenende evt. einen noch längerem Lauf auch etwa in diesem Tempo.
Im Artikel stand aber nichts dazu, wie die Gesamtkilometer so über die Woche verteilt waren.
Kouros ist ein Phänomen in jeglicher Hinsicht.
Ich glaube sein Training erklärt seine Möglichkeiten kaum bis fast gar nicht.
Er soll in seinen besten Zeiten im Training nicht mehr als 80 Meilen in der Woche zurückgelegt haben.
Was ihn auszeichnete ist, dass er in der Lage war ungeheuer viel Nahrung in den Wettkämpfen aufzunehmen und zu verwerten.
Er trank und aß ganz ungewöhnlich viel unterwegs.
Sie haben ihn beobachtet und wollten es ihm gleich tun und haben es auch gemacht, aber sie erzielten seine Leistungen trotzdem nicht.
Er hat mal gemeint nach manchen Ultraläufen dachte er, dass er nie mehr Laufen werden könnte.
Krass!
Neuschwander hätte eine Chance einige Rekorde zu knacken, aber ich glaube er wollte oder konnte nie so trainieren wie Kamenik oder Rainer Müller z.B. und das sieht man halt dann auch letztlich.
Einen Viererschnitt über 100 km halten wäre denke ich längst für ihn möglich gewesen, aber nicht mit dem Training, was er so gemacht hat.
Ich kenne sein Training nicht, aber es ist kaum anzunehmen, dass das Bild völlig täuscht, wenn man sich seine Trainingsdaten bei Strava mal eine Weile anschaut.
Er hat halt Bock zu ballern und dann ruht er sich halt auch oft recht viel aus würde ich mal sagen.
Geändert von ThomasG (28.02.2020 um 10:57 Uhr).
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