Leute!
Ein maximal anstrengendes Wochenende hab ich hinter mir.
Ich bin sooo froh, dass ich die nächsten beiden Wochenenden nicht Donnerstag oder Freitag zu nachtschlafender Zeit aus der Fall muss, um um Vier, Fünf oder auch erst Sechs irgendwohin zu fahren und da dann drei Tage nem Programm hinterherzuhecheln.
Samstag/Sonntag wäre mein Eignungstest gewesen;- wenn ich denn hätte teilnehmen dürfen.
Freundlicherweise durft ich zu Übungszwecken teilnehmen, einerseits knorke, andererseits zum Kotzen, selbst nicht teilzunehmen.
Nachdem einige mehr zur (nur) Skifreizeit dabeiwaren, hab ich mich Freitag abgeseilt um mein Heil in Privatstunden zu suchen.
Oder vielleicht auch das niederschmetternde Urteil zu erhalten, dass ich tatsächlich ein so hoffnungsloser Fall sei, die Kollegen aus meiner Bereitschaft sich täuschen, wennse meinen, ich fahre doch super, die Blume, mit der ich neulich nach ein paar Jahrzehnten mal wieder auf der Piste war, nur zu faul, Übungen zu fahren und nur deshalb meinte, wir sollten einfach nur Ski fahren anstatt an meiner Skitechnik zu feilen oder so.
Und nu beginnts halt, vollkommen absurd zu werden.
Ja klar wirste in so Einzelstunden eingebremst und genötigt, sauber zu fahren, aber das abschliessende Urteil war halt, dass ich ne astreine Technik hätte wie man es selten findet und super aufm Ski steh und ob ich nicht ne Skilehrerausbildung bei denen machen wolle...
Zufällig kamen wir nämlich am Ende bei der, ich sag mal 'Abschlussbesprechung' drauf, dass aus unsrer Bergwachtbereitschaft schonmal einer bei denen sein Handwerk gelernt hat.
Den sehn wir jetzt nur noch selten;- der ist das ganze Winterhalbjahr Skifahrn und zuvor im Spätherbst, zwei, dreimal da, um ein bissl über das umfangreiche Thema Lawinenkunde zu referieren.
Aber gut, mit dieser Problematik im Hinterkopf und der endgültigen Ungewissheit, ob ich nu zwo, drei Nasen aus der Bergwacht Glauben schenken solle und mich alle anderen nur aus unterschiedlichen Gründen veräppeln bzw. es einfach nicht besser wissen, oder der Mehrheit vertraue, wovon ich mir auch nix kaufen kann, solange ich entweder gar nicht erst zum Eignungstest komm oder da letztlich jemand nicht den Daumen nach oben reckt, gings dann Freitag abend in die Kaserne.
Ja, richtig gelesen.
Unser Termin lag aufm mehr oder weniger ungünstigsten Zeitpunkt, wenn halb Holland in den Tulpenferien und damit im Allgäu ist und zudem die Bayern, RLP, s Saarland und die Sachsen Ferien haben und zum Skifahren gehn.
Über Connections kriegten wir dann also n paar Stuben in der Grüntenkaserne, aber auch nicht mehr als das.
Will meinen, kein Essen im Haus, auch kein Frühstück am Wochenende.
Hob freilich die Begeisterung kein Bisschen, ebensowenig die Information, dass wir unsern Skipass fürs Nebelhorn selbst löhnen dürften oder das Frühstück dann zum Mitnehmen vom Bäcker im Auto aufm Weg dahin.
Nur der Umstand, endlich mal jemanden zu den Übungsfahrten dabeizuhaben, der zwei bis drei Halts bei jeder Abfahrt einlegte und jede/n einzelne/n anschaute und Tips gab, wie das Imho eigentlich schon letztes Mal der Fall gewesen sein sollte, hob die Stimming.
Und natürlich das krasse Panaroma vom Nebelhorn, hatten wir ja vor zwo Jahren oder so schonmal im Sommer...:
Mittags gings von der Piste neben die Piste, n bissl Variantenfahren und um allen gleich mal aufn Zahn zu fühlen, da runter:
Sieht einerseits natürlich aufm Bild harmloser aus als wenn man von oben da runterguckt, hier sieht man die Neigung n bissl besser:
Andererseits ists gar nicht so schlimm wie es aussieht oder im ersten Moment, wo man erstmal ins Nichts hupft, wirkt.
Letztlich das ganze Wochenende sturzfrei geblieben, das ging von der Meute, die den Eignungstest machte und bestand, nicht jedem so.
Auch irgendwie so ne komische Perspektive.
Du liegst verletzt nach ner Havarie in so nem Steilhang und deine Rettung kommt in ner Schneewolke zu dir runtergestürzt und die Ski fliegen tief dabei.
Vielleicht sollt ich einfach aufhören, dafür und für andere Zusammenhänge ne schlüssige Erklärung, wie das zusammenpasst, finden oder bekommen zu wollen...?
Sonntag war noch n bissl Tourengehen angesagt.
Jedenfalls, soweit möglich.
Wie schon vor drei Wochen, als es die Hänge und den Schnee davon komplett abgeschifft hatte, waren auch heut die Bedingungen extrem schlecht.
Regen vom ersten Meter an, klatschnasser Schnee, mies abzufahren und oben dann zwar kein Regen mehr, aber deftiger Wind mit krassen Böen, vor dem bzw. denen KatWarn schon am Abend vorher bis Orkanstärke gewarnt hatte.
Sind dann auch gar nicht ganz bis aufn Gipfel, dazu war die Lawinenlage zu ungewiss, dafür konnten wir uns mehr Zeit für die Lawinensuchübungen lassen bzw. ist das für die Delinquienten beim Eignungstest eine Prüfung, innerhalb von max. 5 Minuten eine Person zu finden.
Der Blick gen Tal offenbart schon im Ansatz das Dilemma was die Wetterlage angeht. Selbst in Höhenlagen nicht durchgehend Schnee, und wenn, dieser völlig durchfeuchtet.
Also, da runter, das war wirklich kein Spass abzufahren.
Ein Stück weit haben wir nen Ziehweg benutzt, der zwei Pisten verbindet, da blieb stellenweise nicht viel Platz zum Fahren wenn man die erdigen Stellen gern auslassen wollte.
Wie neulich schonmal erwähnt, erbarmungswürdig.
Irgendwie so ein Punkt, wieso ich die Skifahrerei (u.a.) vor Jahren aufgegeben hatte.
Und unterm Strich eigentlich auch kein hartes Argument dafür, mir die Farce im nächsten Jahr (oder überhaupt) erneut zu geben.
Keine Ahnung.
Bin zwiegespalten und nur mässig bis gar nicht von der Sachlage begeistert.