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Alt 03.02.2020, 10:31   #21
ThomasG
Gesperrt
 
Registriert seit: 23.01.2012
Beiträge: 4.769
Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
Ich würde mal jetzt den Jugendbegriff auf junge Erwachsene ausweiten wollen.

Da gibt es etwas, wo mir die heutige Generation im Vergleich zu meiner richtig leid tut. Das ist zum einen der breite Numerus Clausus und zum anderen das Bologna-Studium mit dem Masterstudiengang. Wer Medizin oder Psychologie studieren will, braucht ein hervorragendes Abizeugnis. Anschliessend kommt der Druck, in das Masterstudium zu gelangen, dann die bekannte "Praktikantenzeit". Ich persönlich bin froh, dass das vor 50 Jahren noch anders war, obwohl der NC damals schon in diversen Fächern, auch in meinem, angewandt wurde (aber nicht so extreme Noten). Ich erlebte es im Bekanntenkreis, wie eine junge Frau erst Medizin, dann nach zahlreichen Bewerbungen, Psychologie studiert und sich an X-Unis in DE bewarb, obwohl sie gerne in Berlin bleiben wollte, und jetzt in Ulm Psychologie studiert. Wir hatten damals mehr Wahlmöglichkeiten und wählten Unis zum Teil aus nach Professoren, bei denen man studieren wollte oder nach inhaltlichen Schwerpunkten. Aber die heutige Generation kennt es nicht anders, in zahlreichen Fächern ein verschultes Studium unter Prüfungs- und Leistungsdruck.

Sicher ist das unter anderem ein Ergebnis davon, dass heute ca. 30 % Abi haben wie früher ca. 12-15 %.
Aus eigener Erfahrung kenne ich ja "nur" das Studium an einer Fachhochschule in den 1990ern.
Das war damals schon sehr schulisch.
Wahlmöglichkeiten gab es nur wenige.
Im Grundstudium waren alle Vorlesungen festgeschrieben.
Jedes Fach wurde schriflich überprüft unmittelbar nach der Vorlesungszeit.
Später konnte man ein paar Fächer wählen, die auf die gleiche Art überprüft wurden
Es gab einen Vorteil ;-):
Man konnte sich hinsetzen und musste einfach nur ewig mitschreiben und zuhören und wurde so gut wie nie aufgerufen ode auf andere Art dazu animiert an der Vorlesung aktiver teilzunehmen.
Es kommt mir oft ganz fremd vor, wenn ich die Geschichten von Leuten höre, die damals oder gar vorher an der Uni studiert haben.
Manche Dozenten gaben uns später Saueres und das war glaube ich die "Strafe" für unser Verhalten während der Vorlesungen vorher.
Wir mussten nämlich auch Praktika machen.
Da konnten wir uns nicht mehr zurücklehnen und einfach nur mitschreiben oder so.
Unter Umständen wurde man heimgeschickt, wenn man nicht darlegen konnte, dass man sich so mit den Themen beschäftigt hatte, dass das der Dozent es akzeptiert hat.
Es kam vor, dass Leute nach einer Stunde in freundlichem Ton nach Hause geschickt wurden.
Die durften dann nochmals antreten.

Geändert von ThomasG (03.02.2020 um 11:03 Uhr).
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