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Alt 01.02.2020, 22:40   #4
qbz
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Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 12.700
Zitat:
Zitat von ThomasG Beitrag anzeigen
Karl Marx - Das Kapital, was steht drin?: https://www.youtube.com/watch?v=YRiBgfNvVTI
Ich verstehe es leider nicht, wie er das "Kapital" erklärt.

Es fängt bei den grundlegenden Ableitungen von Marx an, indem er den von Marx verwendeten Begriff "Tauschwert" durch "Handelswert" ersetzt und dann meint, Marx würde den Wertbegriff von Ricardo verwenden, was als Ausgangspunkt zwar stimmt. Marx entwickelt aber den Arbeitswertbegriff von Ricardo weiter und defininiert die Wertform der Ware anders. Aufgrund des nichtverstandenen Wertbegriffes bei Marx sind dann leider auch die nachfolgenden Ausführungen problematisch, die ich z.T. noch gehört habe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitswerttheorie

Hier die zutreffende Kurzfassung bei 'Wikipedia zum Wertcharakter der Ware:

"Marx’ Antworten stehen teilweise in direktem Widerspruch zur klassischen Arbeitswertlehre, so dass seine Arbeitswertlehre eine eigenständige Theorie darstellt:

1. Der Wert der Produkte wird nicht durch die wirklich für sie aufgewandte Arbeit bestimmt, sondern durch das Maß „abstrakter Arbeit“, als deren Vergegenständlichung er gilt. Dieser Begriff abstrahiert vom konkreten Charakter der Arbeit, sei es nun „Tischlerarbeit“, „Bauarbeit“ oder „Spinnarbeit“. „Die Arbeit jedoch, welche die Substanz der Werte bildet, ist gleiche menschliche Arbeit, Verausgabung derselben menschlichen Arbeitskraft.“ (Das Kapital. MEW 23,53) Abstrakte Arbeit bildet nach Marx die qualitative Grundlage für den Wert, dessen Größe (Quantität) durch die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit bestimmt ist, die eine Durchschnittsarbeitskraft braucht, um die Produkte unter normalen Produktionsbedingungen herzustellen.

2. Da „abstrakte Arbeit“ nur eine theoretische Kategorie ist, aber kein Produzent tatsächlich abstrakte Arbeit leistet, ist der darauf gegründete (Arbeits-)Wert auch selbst ein bloßes Gedankending. Im Gegensatz zu den Vertretern der klassischen Arbeitswertlehre ist der Wert nach Marx deshalb keine den Produkten tatsächlich zukommende Eigenschaft, sondern lediglich der Ausdruck eines Verhältnisses:

„Ein Arbeitsprodukt, für sich isoliert betrachtet, ist also nicht Werth, so wenig wie es Ware ist. Es wird nur Werth, in seiner Einheit mit andrem Arbeitsprodukt, oder in dem Verhältniß, worin die verschiedenen Arbeitsprodukte, als Krystalle derselben Einheit, der menschlichen Arbeit, einander gleichgesetzt sind.“
......
Marx’ Arbeitswertlehre ist damit eine grundsätzliche Kritik an einer Gesellschaft, die einer über den „Wert“ vermittelten Gesellschaftlichkeit bedarf."


Geld und Kapital werden als Mystifikationen gesellschaftlicher Verhältnisse abgeleitet, die dem Menschen wie naturgegeben erscheinen.

Geändert von qbz (02.02.2020 um 09:32 Uhr).
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