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@ Arne: Ich will auf folgendes hinaus: Ich als Mensch habe nur beschränkt die Fahigkeit die größere Wirklichkeit vollumfänglich zu umfassen. Ich kann nicht einfach ein Buch schreiben, in dem alles erklärt wird und das auch der logischen Prüfung unseres menschlichen Verstandes stand hält. Genauso wie jemand mit einem zweidimensionalen Bild kein dreidimensionales Objekt in Gänze beschreiben kann, sondern nur Aspekte.
Und ich bin auch nicht angetreten, das hier zu versuchen. Meine Überlegungen zu Struktur der Zeit haben mit der Person Jesus erstmal nichts zu tun. Ich wollte damit nur mein! Gedankenmodell ausdrücken, wie ich mir den freien Willen erkläre und gleichzeitig Gottes Allwissenheit auch der Zukunft. Die "Zukunft", die Gott, außerhalb der Zeit stehend, jetzt schon sieht, schränkt meine freie Entscheidung nicht ein. Vielmehr ist meine Entscheidung die (kausale) Ursache dafür, welches Endergebnis Gott sieht.
@ Jörn: du argumentierst stetig aus der Sicht eines Naturwissenschaftlers. Und das tust du einwandfrei. Ich erzähle von meinem unvollständigen Weltbild eines Glaubenden. Das sind zwei verschiedene Dinge. Mein Weltbild kann deinen wissenschaftlichen Anforderungen nicht gerecht werden. Und weißt du was? Das wird es auch nie tun. Und noch besser: das muss es auch nicht. Es ist nett mit dem Verstand zu argumentieren und philosophieren, im Leben eines Gläubigen sind diese Überlegungen aber irrelevant. Er hat Gott persönlich erlebt. Auf eine Weise, die du selbstverständlich in Frage stellst. Und da kommen am Ende Aussprüche zustande wie das folgende von Gandhi:
"Ich zögere nicht zu sagen, dass ich der Existenz Gottes mehr gewiss bin als unserer Anwesenheit in diesem Raum."
Es ist müßig, über derartiges wissenschaftlich zu diskutieren.
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Motivation is crap, be driven!
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