Zitat:
Zitat von Flow
Wenn diese auf einem Fundament z.B. physikalischer, psychologischer oder philosphischer "Grundbildung" ruhen, begrüße ich das natürlich zusätzlich.
|
Jedoch wird bei allen Teilnehmern einer Debatte heutzutage eine gewisse Grundbildung erwartet, und diese liegt bei den Naturwissenschaften ganz erheblich über dem Niveau der Antike. Selbst Grundschüler haben heute ein weiteres und zutreffenderes Weltbild (Du nennst es "Konzeptionen der Welt") als es selbst die besten Gelehrten der Antike hatten.
Zellbiologie, Genetik und kausales Denken (im Unterschied zu magischem Denken) wird heute in Grundzügen sogar von aufgeweckten Grundschülern verstanden, war jedoch völlig außerhalb jeder Vorstellung der Antike.
Wer also das Wissen der Antike zur Basis seiner Argumentation macht, muss sich auf kritische Rückfragen einstellen. Ich finde nicht, dass man diese altertümlichen und zumeist abergläubischen Positionen gleichberechtigt neben geprüften wissenschaftlichen Positionen stehen lassen sollte, denn das verzerrt die Angelegenheit mehr, als dass sie sie erhellt.
Übrigens ist es nicht meine Schuld, dass sich praktisch alle religiösen Behauptungen über die Funktion unserer Welt (Biologie, Physik, Kosmologie) als falsch herausgestellt haben.
"Falsch" bedeutet nicht "dumm". Aber da diese falschen Behauptungen mit der eigenen Unfehlbarkeit in die Welt posaunt wurden, ist hier das Etikett der Dummheit völlig gerechtfertigt. Es ist ja nicht wahr, dass hier seriöse Wissenschaft betrieben wurde. Sondern es wurde einfach etwas erfunden.