gemeinsam zwiften | youtube | forum heute
2026: Mehr Dampf
Triathlon Coaching
Individueller Trainingsplan vom persönlichen Coach
Wissenschaftliches Training
Doppeltes Radtraining: Straße und Rolle mit separaten Programmen
Persönlich: Regelmäßige Video-Termine
Mehr erfahren: Jetzt unverbindlichen Video-Talk buchen!
triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Laufen bis zur Erkenntnis
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 26.10.2019, 10:51   #426
Acula
Szenekenner
 
Registriert seit: 10.12.2013
Beiträge: 2.444
Saison- und Trainingsvorschau
Passend zu unserem heutigen Saisonabschlussgrillen des Vereins, beginnt für mich am Montag der erste Teil der Prep-Phase.
In meinen bisherigen Trainingsplänen habe ich mich immer stark an den Plänen bzw. Filmen von Arne/Triathlon-Szene orientiert. Das Ganze habe ich dann mit Einheiten & Konzepten von Athleten hier ist aus dem Forum (vor allem dem Captain) und anderen Trainern kombiniert. Dazu zählen Informationen aus Interviews z.B: durch Podcasts mit Joel Filliol, Dan Lorang, Joe Friel und vielen weiteren. Auch dieses Jahr handhabe ich es wieder so. Zum einen, weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe und zum anderen, weil ich inhaltlich davon überzeugt bin. Meine schlechten Erfahrungen mit einzelnen Einheiten oder Elementen der Belastungssteuerung fließen natürlich auch mit ein.
Dieses Jahr habe ich natürlich eine stärkere Fokussierung als sonst und mir deshalb ebenfalls ein Konzept zurechtgelegt. Doch bevor ich darauf eingehe, möchte ich kurz erzählen, wie es überhaupt zu dem Saisonziel kommt und werde etwas weiter ausschweifen.
Ich habe als Kind immer Sport gemacht, habe mich dabei aber nie wirklich wohl gefühlt. Über Fußball bin ich irgendwann zum Badminton gekommen bis ich dann irgendwann in der 8. oder 9. Klasse auch damit aufgehört habe. Der Vereinssport war damit erstmal erledigt. Obwohl mir beide Sportarten Spaß gemacht haben, habe ich mich in den Vereinskonstrukten nie wohl oder als Teil der Mannschaft gefühlt. Ich war als Kind auch körperlich unterlegen. Nicht besonders groß und nicht kräftig. Wenig ausdauernd aber auch nicht schnell. Zur selben Zeit habe ich mit Krafttraining angefangen. Zunächst zusammen mit einem Freund, dann alleine im Fitnessstudio und später im eigenen Keller. Ich habe zwar nicht alle Übungen gemocht (wirklich mögen tue ich eigentlich nur Kreuzheben, Kniebeugen oder Schulterdrücken), aber mich hier insgesamt wohler gefühlt. Meine große sportliche Leidenschaft war aber das Rennrad fahren. Mein Rennrad habe ich bereits seit 10 Jahren. Nur die Reifen, die Kette und die Kassette haben sich mal verändert. Ich war immer gerne Radfahren. Entweder eine Stunde hin & her Vollgas oder am Wochenende bei gutem Wetter eine lange Tour bei der ich Berge oder eher Hügel gesucht habe. Die Betonung liegt auf suchen, denn ich bin im Flachland groß geworden. Ich konnte mich jedoch nie motivieren viel zu fahren und hatte sowohl Probleme besser zu werden als auch konstant Spaß beim Rennrad fahren zu haben. Am meisten Spaß hatte ich immer dann, wenn ich eher wenig gefahren bin. Irgendwann musste ich im Rahmen eines Sporttages für die Schule 5 km Laufen. Dafür habe ich ohne Witz ein halbes Jahr trainiert! Und das obwohl ich zu dieser Zeit bereits Rennrad gefahren bin. Danach bin ich mal einen 10 km Wettkampf gelaufen und war seitdem angefixed. Als Kind habe ich Laufen gehasst, doch mit dem älter werden kam die Liebe für das Laufen. Eventuell wäre es aber niemals soweit gekommen, wenn ich damals nicht meinen Schulfreund im Zielspurt geschlagen hätte. Ich hatte mir dann schnell das Ziel gesetzt 10 km in unter 40 Minuten zu laufen. Dieses Jahr, 7 Jahre später, habe ich es endlich geschafft. Warum es vorher nie geklappt hat? Verletzungen sind ein Hauptgrund, aber ich habe auch nach Verletzungen und körperlichen Schwierigkeiten schnell die Motivation verloren.
Das ich mich mal für Triathlon interessiere, hätte ich nicht kommen sehen. Durch mehrere Personen in meinem Umfeld bin ich dann in diese „Blase“ gerutscht. Da wäre zum einen mein Onkel, der mich für eine Triathlonstaffel angemeldet hat. Aber z.B: auch Necon, den ich bereits seit meinen beginnen des Krafttrainings kenne und durch den ich in dieses Forum hier gewechselt bin. Triathlon hat für mich dabei eine Abwechslung geboten, die ich so vorher nicht kann, sowie eine Herausforderung die mich vielfältig gereizt hat. Zum einen der Kampf gegen die Uhr insgesamt, aber auch in den Einzelsportarten. Zum anderen die Herausforderung des Schwimmens, wo ich wirklich bei 0 angefangen habe. Ich habe schwimmen nur in der Schule gelernt und das kann man nicht wirklich zählen, da der Unterricht nicht gut war.
Und wie das in der Triathlon-Blase so ist, wird man natürlich schnell mit einem Traum infiziert. Dem Ironman und irgendwo dem Ziel Hawaii. Nach einem Jahr Triathlon habe ich mit dem Sport dann für 3 Jahre aufgehört. Grund waren anhaltende Probleme im Darmtrakt beim Laufen, aber auch der Umzug, Beginn des Studiums und die Tatsache, dass es hier keinen Triathlonverein gab. Während meines Studiums hat mich dann die Lauflust gepackt (daher dieser Blog), welche auch wieder durch eine Verletzung unterbrochen wurde. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich zu meiner Freundin gesagt habe, dass ich mich vom Traum eines Ironmans oder vermutlich sogar Triathlons wohl verabschieden muss. So ganz losgelassen hat es mich aber nicht. Schließlich hatte ich weder die 40 min auf 10 km geknackt noch einen guten Triathlon absolviert (eine SD und eine OD mit 9 km gehen wegen Magenschmerzen). Ich habe dann, da ich einfach nicht gut ohne Bewegung kann mein Rennrad doch mal nach Marburg geholt. Festgestellt, dass mir Radfahren wieder Spaß macht und dann erfahren, dass es hier seit 2 Jahren doch einen Triathlonverein gibt.
Und was soll ich sagen? Der Traum lebt wieder und ich bin meinen Vereinskollegen unheimlich dankbar. Zum einen hätte ich ohne einen Verein eventuell gar nicht mit Triathlon angefangen, zum anderen habe ich dieses Jahr vieles tolles erlebt. Sei es verrückte Trainingseinheiten, die Liga-Wettkämpfe oder einfach das regelmäßige gemeinsame Training. Dazu die Tatsache, dass viele Vereinskollegen in meinem Alter und ähnlichem Charakter hier sind, was mir da unheimlich geholfen hat. Doch wie alle dummen und guten Ideen, entstand auch die Idee meiner Ironmanteilnahme in einer Kneipe. Ich hatte Anfang des Frühjahrs schon mal mit Gedanken gespielt in Frankfurt zu starten. Die Nähe zum Ort und die Tatsache, dass ich im Studium immer noch angenehmer trainieren kann, als wenn ich mal arbeite, waren für mich gute Argumente. Ich habe den Gedanken dann aber wieder verworfen und wollte mich lieber auf den Sport an sich konzentrieren. Doch an jenem Abend in der Kneipe hat Jana gesagt, dass sie es nächstes Jahr mit einem Start in Frankfurt probieren wollte. Ihre Argumentationsstruktur und Sichtweise war ähnlich zu meiner. Nach etwas Bedenkzeit, habe ich mit ihrem Projekt dann angeschlossen und wir haben uns gemeinsam für Frankfurt angemeldet. Sie in der F18-24, ich leider ab nächstem Jahr in der M25-29.
So steht nun also das Ziel fest. Ironman Frankfurt am 28.6.2020. Ich bin gespannt wie es wird. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre dürfte es heiß werden. Aber ich glaube ich mag es lieber heiß, als kalt und nass. Das der Sprung von der OD zur LD enorm ist, ist mir bewusst. Gerade bei den wenigen Laufkilometern die ich bislang absolviert habe. Aber ich kein Freund des aufschiebens und sehe darin wenig Sinn. Je länger ich warte, desto eher kommt etwas dazwischen. Das ganze hier ist etwas länger geworden als ich es mir vorgestellt habe. Der Inhalt zum Training und zur weiteren Planung kommt dann demnächst.
__________________
Forums-Trainings-Blog

Ich bin Ernährungswissenschaftler und haben einen kleinen Ernährungsblog, schau doch mal rein

Instagramprofil
Acula ist offline   Mit Zitat antworten