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Alt 22.07.2019, 17:14   #2520
FMMT
Szenekenner
 
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Registriert seit: 28.12.2007
Ort: Odenwald/Neckar
Beiträge: 9.310
Ich wechsle gemütlich von den nassen Rad- in die nassen Laufsocken .

Jetzt nur noch einen Marathon .
Je nach Sichtweise im Training schon des öfteren machbar, aber genauso schon am Limit gewesen wie in Limmer als mein Kreislauf arg arg muckte.
Ich trabe, jetzt will ich ins Ziel. Der Raddämon ist verscheucht. Heute ist doch ein guter Tag, um später davon Geschichten zu erzählen.

Ich wässere mich bei jeder Gelegenheit, die Blasen an den Füßen sind vollkommen zweitrangig, deswegen kippe ich nicht um.
Die Energieversorgung ist kritisch. im Vorfeld hatte ich relativ wenig an das Laufen gedacht, das war mir zu weit weg. Lediglich einmal testete ich ein Enervit Gel. Der Magen rebellierte nicht, also nehme ich alle 5 km ein Gel, trinke etwas Wasser nach, was mir eher schwerfällt, Mundausspüllen und Kühlen klappt dafür gut, Runde 1 knapp unter einem 7er Schnitt durchgetrabt, mein Überlebenstempo im Fettstoffwechsel im Taubertal-Training.
Noch 10 km traben, dann könnte ich den Rest gehen, ohne das Zeitlimit zu gefährden.
Herzblatt und K2 feuern permanent an .
Die Laufstrecke und die Stimmung gefallen mir sehr gut, es zieht sich nur endlos lange.
Runde drei, ich trabe immer noch, km 25 geschafft, die Versuchung zu gehen steigt.
Am sonnigsten Streckenabschnitt, einem Wendepunkt auf Schotter ohne Schatten verpasse ich mein Gel und wässere zu wenig, es wird hart.
Da sehe ich Soloagua, werde toll angefeuert , freue mich, tanke neue Energie, schnaufe wieder energischer, halte durch bis zur nächsten Dusche und Zuckerquelle, passt wieder.
Letzte Runde, Abschied nehmen von den tollen Betreuern, jetzt überhole ich nur noch, das baut zusätzlich auf, Schnitt hält immer noch, das Ziel lockt.
Ich kann es tatsächlich schaffen!
Anything is possible.
Im Ziel werde ich mit "Matthias, you are an Ironman" begrüßt, geschafft
Mit 13.44 Std. meine langsamste Zeit ever(Laufen 4.50 Std, ok), aber unglaublich zufrieden den Dämonen doch getrotzt zu haben. Das war meine 15 Langdistanz, davon 10 mit MS.
Allen vielen Dank für die tollen Aufmunterungen . Sie helfen mir sehr.
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Meine Sehnsüchte:
Glückliche Familie , Freude am Sport und immer Sonne im Herzen
Challenge MS, für das Gefühl des "Ich kann noch"

Das Leben ist zu kurz für Beinschlagtraining
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