Servus!
Zitat:
Zitat von schnodo
Richard Quick beschreibt übrigens die Herstellung einer gute Kopfposition nicht mit "Kopf auf die Brust" sondern eher so als würde der Kopf auf der Rückseite nach oben gezogen.
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"Kinn zur Brust" heißt doch nicht "Kinn auf die Brust"! Wer hat denn so ne krude Vorstellung von der Grobform? Sollte man die dennoch haben, is es essentiell (gerade als lernender Erwachsener) sich eine genaue/genauere Bewegungsvorstellung anzueignen.
Den Kopf nach vorne nicken (also Kinn auf die Brust) ist genau so falsch wie den Kopf nach hinten in den Nacken zu legen. Eine gerade Linie ist zunächst Grobform und wenn man dann das "Kinn zur Brust" nimmt, kann auch der Eindruck entstehen das der Kopf "nach oben" gezogen wird. Freilich. Warum nicht. Oder wie Andere oft es Beschreiben (da war mal n Schwimm-Europameister in Arnes Sendung der das so tat) "nach unten schauen" (oder ggf auch 2m vor einem auf den Boden - egal) und die Grobform dabei freilich beibehalten.
Zitat:
Zitat von schnodo
Ich meine, dass Du davon profitieren könntest, gelegentlich mit Pull Buoy [...] schwimmen
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Ja.
Zitat:
Zitat von schnodo
Ich schließe mich der Meinung von qbz an, dass Du die Atmung zur anderen Seite üben solltest. Das wird die Verbesserung beschleunigen.
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Ja.
Zitat:
Zitat von schnodo
Eine sauber durchgeführte Abfolge von isolierten Übungen [...] könnte für Dich als eine Art Reset zu Beginn jeder Einheit sehr hilfreich sein.
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Ja. Isolierung aber bitte auf irgendeine Art und Weise immer mit wenigstens einer Bahn gL kombinieren/abschließen. Übrigens als Anmerkung, falls man sich selbst Isolierungen überlegen will: Bis zum letzten "atomaren" Bewegungsbaustein kann man auch wieder nicht in jedem Fall isolieren. Isolierungen sind methodisch nur soweit sinnvoll und lernwirksam, solange es keine signifikanten Wechselwirkungen zwischen den Bausteinen gibt.
Zitat:
Zitat von schnodo
Ich bin, anders als Helmut S, nicht der Meinung, dass man keine Übung machen sollte, die man nicht beherrscht.
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Das habe ich
nicht geschrieben. Bitte nochmal lesen und überdenken. Danke!

Ich schrieb:
Zitat:
Zitat von Helmut S
Und: Nur Technikübungen machen, die man auch KANN(!) und von denen man sicher weiß, dass sie eigene Schwächen adressieren.
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Kennen -> Können -> Beherrschen. Das ist jeweils ein gewaltiger Unterschied.
Können ist in dem Sinne vor allem so zu verstehen, dass der Schwimmer in der Lage ist die grundlegenden Fähigkeiten umzusetzen, um die Übung überhaupt
lernwirksam auszuführen und in einem zweiten Schritt einen
Transfer in die Gesamtbewegung hinzukriegen. Ein Abschlagschwimmen um Timingprobleme im Zug zu adressieren (zB zu früh) macht halt einfach nur dann Sinn, wenn eine gewisse Wasserlage und ein gewisser Vortrieb da is, sonst säuft man schlicht und ergreifend ab. Ich sehe oft in Bäder Triathleten, die nach 50m Technikübungen besser in den Seilen hängen, als nach 200m gL.

Das ist natürlich völlig sinnlos, denn ein Grundsatz für Technikübungen ist, dass man sie
ausgeruht und
gezielt und
sauber durchführen kann.
Können bedeutet in dem Sinne nicht, dass ich den Aspekt, den ich
verbessernmöchte schon in Feinstform beherrsche.
Es is jedoch auch nicht so, dass man als Sportler Technikübungen (egal welche technische Sportart) nur solange macht bis man die Technik beherrscht. Im Jahreszyklus - auch oder gerade im Spitzensport - stehen je nach Sportart mehr oder weniger häufig immer mal wieder Einheiten auf dem Programm, die zur zur Erhaltung, Festigung oder gar Korrektur technischer Aspekte dienen.
Zitat:
Zitat von schnodo
[...], auch das, welches Helmut empfohlen hat. Es scheint mir für den Alleinübenden zu sperrig und richtet sich aus meiner Sicht eher an Lehrende.
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Das richtet sich freilich an Lehrende. Nur: Wer ist denn der Trainer des Alleinübenden? Idealerweise versteht man ganzheitlich. Dann kann man sich auchgezielt was überlegen
LG H.