Am Sonntag war ich am Start und möchte kurz mein Rennen beschreiben.
Es war meine 2 LD nach Klagenfurt 2018 in 9:48. Diese Zeit hatte ich auch in Frankfurt angepeilt. Die letzten 4 Wochen Vorbereitung waren nicht ganz optimal (Babypause

) aber eine LD trainiert man ja auch nicht in den letzten 4 Wochen.
Beim Schwimmen ohne Neo wusste ich dass ich keine PB schaffe und Schwimmen auch meine Schwäche ist, gerade ohne Neo. Aber das eigentliche Problem war die blendende Sonne, ich habe mich an irgend einer Gruppe orientiert und wir endeten in einem Stahlseil kurz vor dem Landgang. Auch bei der zweiten Schwimmrunde hatte ich dann viele Umwege bis zum Ausstieg, aber Schwimmen war noch nie ein Genuss für mich!
Das Rad Richtung Frankfurt City war dafür ein voller Genuss mit einem Schnitt > 40 km/h gingen die ersten 20 km locker runter. Nach dem Wendepunkt merkte ich aber dass relativ starker Gegenwind mich einbremsten. Der erste Teil der zweiten Radrunde ging da wieder besser aber ich merkte schon die brütende Hitze in den Anstiegen. Der Gegenwind Richtung Frankfurt war dann noch stärker und richtig heiß, so dass ich beschloss alle meine Zielvorgaben zu vergessen und nahm Tempo raus.
In der Wechselzone angekommen war ich dann schon ziemlich k.o. der Boden war so heiß dass man kaum barfuß laufen konnte. Generell fand ich die Hitze gerade am Main Kanal Wechsel Zone am schlimmsten weil da auch kein Wind wehte. Im Marathon habe ich mich dann von Station zu Station gekämpft. Während den Stationen musste ich gehen damit ich soviel wie möglich Wasser für den Kopf, Cola oder Iso zum Trinken und Eis für den Rücken erreichte. Ab km 25 hatte ich dann immer wieder Krämpfe die ich aber irgendwie durch ausschütteln im Laufen wegbekam die Schmerzen wurden aber immer größer und zwingten mich 1-2 mal zum kurzen stehenbleiben gerade in den kurzen anstiegen. Das Ziel langsam vor Augen motivierte ich mich irgendwie das Ding durchzuziehen, sogar die letzte Station (900 m vor Ziel) hab ich mir noch eine Cola und einen Schwamm geholt und erreicht das Ziel in 10h15min.
Für mich hatte das ganze nichts mehr mit Wettkampf oder Rennen zu tun sondern einfach nur ein Kampf um jeden Meter!
Die Zeit war für mich enttäuschend ich war aber irgendwie einfach froh das Ganze hinter mich gebracht zu haben.