Triple Nix
Der Urlaub ist fast rum, bzw. jede Menge Arbeit und Umtrieb steht jetzt schon an, Stimmung gerade eher bescheiden.
Die Wettervorhersage versprach heute weitgehend trockenes Wetter, also bin ich um 6.30 mit dem MTB los.
Allzu motiviert war ich nicht, die relativ hohen Intensitäten der letzten Tage hatte ich weder mental noch körperlich vollständig verkraftet. Das Tempo war also eher nix, aber ok, erwartungsgemäß.
Stimmung kam aber auch gar nicht auf. Außer wenigen sonnigen Abschnitten war es arg kalt und böig, dazu war ich entgegen meiner Gewohnheit

ausnahmsweise optimistisch zu knapp bekleidet, auch nix.
Halb so wild, dauert es halt heute wieder länger als kürzlich bei meiner 6-Stundenrekordfahrt. Heute will ich nicht hetzen.
Nur es wird länger und länger, der Himmel dunkelt sich zu.
Unterstellen? Paar Tropfen werden ich zur Not aushalten, wenn, dann sollte es gleich vorbei sein.
Mitten in der Pampa fängt es an, ein gefühlter Wolkenbruch

. Jetzt ist natürlich kilometerweit nichts zum Unterstellen und natürlich habe ich heute keine Regenklamotten dabei
Es wird immer schlimmer, sogar kleine Hagelkörner bombardieren mich.
Ich fluche

lauthals und so oft, wie sonst nur das ganze Jahr über.
Endlich erreiche ich einen kleinen Unterstand. Macht es überhaupt Sinn? Nässer als nass geht ja eh nicht

.
Trotzdem warte ich kurz, schicke eine Nachricht an Herzblatt, abholen lassen will ich mich partout nicht. Die Blöße möchte ich mir nicht geben.
10 Minuten später wird es weniger, ich radle weiter. Nach 6.50 Stunden bin ich nach 135 km und besten Sonnenschein daheim.
Den geplanten Koppellauf schenke ich mir, Triple nix. Zum Glück, der nächste Schauer kam kurze Zeit danach

.
Allen ein gelungeneres Wochenende.