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Zitat von qbz
Als eine wesentliche Funktion der indigenen, ethnischen Religionen (Naturreligionen) bezeichnen Ethnologen in der Regel die Abgrenzung des eigenen Stammes von anderen Stämmen und Gruppen sowie die Funktion der Identitätsstiftung.
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Genau, das ist der psychologische Effekt, den ich mit Zugehörigkeit zu /geborgenheit in einer Gruppe auch gemeint habe.
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Im Unterschied zu den indigenen Völkern formulierten die monotheistischen Religionen ein die Ethnien übergreifendes verschriftlichtes Weltbild.
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Das gilt für Christentum und Islam wie Du es beschreibst. Der alttestamentarische Gott der Juden war nur für sein auserwähltes Volk da, von Missionierung war da keine Spur.
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Offenbar eignete sich das frühe Christentum für ein Imperium wie Rom als Staatsreligion.
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In der Blütezeit von Rom galt bzgl. Religion eine recht gelassene Laisser-Faire Haltung, jedem wurde seine Religion gegönnt - und es funktionierte prächtig. Das Christentum kam erst als Staatsreligion in der Zeit des Niedergangs auf - vielleicht auch nur als Versuch, den Verfall aufzuhalten durch eine stärkere Zentralisierung.