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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Disqualifikation wegen Ausziehen des Neoprenanzuges
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Alt 05.09.2018, 22:08   #57
JENS-KLEVE
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Registriert seit: 15.10.2009
Ort: KLEVE
Beiträge: 6.627
Der Fall ist interessant und ich werde ihn am Sonntag bei meinem Einsatz als KR mal zur Diskussion stellen. Wäre es eine Aufgabe im jährlichen Eignungstest, würde mein Plädoyer folgendermaßen aussehen:

Littering
Nein, denn es wurde keine Verpackung oder eine Badekappe etc. ins Wasser geworfen, sondern einem Helfer übergeben, der es auch angenommen hat. Es wurde keine Landschaft oder Siedlung verschmutzt.

Neo mehr als zur Hüfte ausgezogen
Nein, denn diese Regel bezieht sich auf den Schwimmausstieg. Hier sollen keine Athleten stehenbleiben, das sollen sie erst an ihren jeweiligen Fahrradplätzen, damit der Laufweg frei bleibt.

Festhalten am SUP
Kein Problem, sofern das SUP stillstand, weil man seinen Wettkampf unterbrechen darf, sogar die Strecke verlassen um sich z.B. An einer Boje festzuhalten. Wichtig ist außerdem den Wettkampf wieder am Ausstiegspunkt fortzusetzen und nicht abzukürzen.

Behinderung anderer Athleten
Nicht der Fall, wenn das Ausziehen abseits der Ideallinie des Schwimmkurses stattfand und keine folgenden Athleten ausweichen mussten.

Zeitvorteil verschafft
Nein, der Athlet wurde durch das umständliche Ausziehen mitten imWasser gewiss nicht schneller als seine Mitstreiter, die sich an Land auszogen. In Zukunft werden keine anderen Athleten auf die Idee kommen sich lieber im Wasser auszuziehen.

Annahme fremder Hilfe
Nein, weil der Athlet keine Ehefrau, Kumpel, Zuschauer etc. angesprochen hat, sondern einen offiziellen Helfer, der jedem helfen kann und würde. Der Helfer hat auch nicht den Athleten nicht schneller gemacht durch Helfen beim Ausziehen etc. - sondern nur den ausgezogenen Neo an Land gebracht. Der gesunde Menschenverstand lässt keine Alternative zu diesem Vorgang in dieser Situation zu.


Ich war nicht selber dabei, ich würde eine rote Karte dann geben, wenn:

1. Andere Athleten sich beschweren, das da irgendein Depp sich mitten auf der Schwimmstrecke ausgezogen hat.
2. Ein Kampfrichter sieht, dass das SUP Strecke gemacht hat
3. Ein Kampfrichter beobachtet hat, wie der Athlet diagonal zum SUP hin, und anders diagonal wieder weg geschwommen ist, also nicht am gleichen Punkt Strecke verlassen und wiederbegonnen hat.

Falls jemand meint, man müsse jede Regel wörtlich nehmen, kann ich nur sagen, dass das falsch ist. Viele Regeln werden interpretiert und KR entsprechend geschult. Beispiele:
1. Messerspeichen sind verboten. spinergy raus Mavic ksyrium erlaubt.
2. keine elektronischen Geräte dürfen benutzt werden, bzw. den Athleten ablenken. Tachos und Stoppuhren sind aber unproblematisch.
...
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OUTING: Ich trage Finisher-Shirts beim Training, auf der Arbeit, in der Disco, auf Pasta-Partys, im Urlaub und beim Einkaufen

Geändert von JENS-KLEVE (05.09.2018 um 22:20 Uhr).
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