Zitat:
Zitat von BananeToWin
...Er meint, dass er mit so einem Leistung in Kona nochmal eins drauflegen kann im Vergleich zum letzten Jahr. Finde ich erstaunlich die Aussagen.
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Große Klappe hatte Wurf schon immer (ist nicht depektierlich gemeint: ich finde ihn sympathisch und unterhaltsam) und "
nochmal eins drauflegen" ist bei der schwachen Schwimm- und Laufperformance von 2017 in Kona auch ziemlich leicht möglich.
Wurf war in Kona 2017 17. gesamt und lief einen 3:19er-Marathon. Von dem Niveau ausgehend ist es für einen Triathlonprofi leicht, "eins draufzulegen"
Allerdings hat Wurf in Zürich gigantische 6 Minuten auf die Gruppe um Jan van Berkel, Sven Riederer und Jeremy Jurkiewicz verloren (war ein Schwimmen ohne Neoprenanzug, so wie auch in Kona) und das ist bodenlos. Er konnte in Zürich auch der zweiten Gruppe mit 54er-Zeiten nicht folgen. In Kona reicht so eine schlechte Schwimmperformance ziemlich sicher nicht für die zweite Gruppe.
Wurf schwimmt passabel
mit Neoprenanzug, wie er schon ein paarmal gezeigt hat, z.B. in Wales oder auch in Roth. Da profitiert er zweifellos von seiner Rudervergangenheit und der gut ausgebildeten Oberkörpermuskulatur.
Ohne Auftriebshilfe (wo es eben auch auf Wasserlage und technische Feinheiten ankommt) schwimmt er aber schlechter als viele Amateure und im Gegensatz zu Sanders investiert er auch keine nennenswerte Mühe, um dieses Defizit zu beseitigen. So wie der Aufwand, den er fürs Radfahren betreibt durchaus beeindruckend ist (und er dafür auch mit exzellenten Radsplits belohnt wird), ist der Aufwand, den er ins Schwimmen investiert absolut ungenügend und die Leistung in dieser Disziplin passt dazu.