Hier mal ein konkretes Beispiel, wie ein Teil der Presse mit Mesut Özil umgesprungen ist, ohne dass "die Öffentlichkeit" oder zumindest der DFB gesagt hätte: "Leute, so geht's nicht!"
Nach einem Spiel wurde Özil von einem "Fan" in rassistischer Weise beschimpft. Özil wollte sich das nicht bieten lassen und ging auf den "Fan" zu. Bevor es zu weiteren Auseinandersetzungen kommen konnte, schritten Andreas Köpke und Özils Bodyguard ein.
So sah das dann in der Presse aus:
Man beachte die Formulierung "deutscher Schäferhund" bzw. "deutscher Fan", als Kontrast zum (angeblich) türkischen Özil (geboren in Gelsenkirchen).
Ein Einzelfall? Mal sehen:
Quelle: Bildblog.de
Weiter schreibt der Bild-Blog:
Und dennoch suchten zahlreiche Redaktionen Fotos von Özil aus, um das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft zu bebildern: Die „Welt“ zeigte, „wie schwach Deutschland wirklich war“, und wählte für den Artikel ein Foto von Özil. Bei der „FAZ“ brachten sie die Schlagzeile „Der deutsche Untergang“ und wählten ein Foto von Özil (was die Redaktion später änderte). „Bild“ schrieb bei Instagram „Peinlicher Auftritt“ und wählte dazu ein Foto von Özil. „Pro Sieben“ forderte ausschließlich Mesut Özil per Twitter zum Rücktritt auf (wofür sich der Sender später entschuldigte).
Sat1-Moderator Strunz: "Mesut Özil gehört nicht zu Deutschland."
Wo und wann hat sich der DFB in ausreichendem Maße gegen derlei Hetze empört und sich vor Özil gestellt?
Weitere Links mit gesammelten Schlagzeilen aus diversen Schrott-Magazinen:
https://uebermedien.de/29417/integra...nn-degradiert/
https://bildblog.de/99327/welt-pseud...oezil-in-bild/
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...a-1219814.html