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Wenn Regeln nicht unbedingt schriftlich festgelegt sein müssen, warum dann nicht die von Özil? Warum die vom DFB? So kann man es sich immer hin biegen, wie man es braucht.
Mein Punkt ist, dass man Rechte nicht dadurch aushebeln kann, indem man deren Inanspruchnahme durch Mobbing unmöglich macht. Ich habe zwar persönlich Einwände gegen Erdogan, aber ich muss es aushalten, dass andere Leute Fotos mit ihm machen.
Zweitens kann man Rechte nicht dadurch aushebeln, indem man Umstände erfindet, in denen sie angeblich nicht gelten. Etwa, dass Özil ein politischer Repräsentant von Deutschland wäre. Das ist er nicht; und selbst wenn er es wäre, würde das Grundgesetz trotzdem für ihn gelten.
Politische Repräsentanten werden in Deutschland gewählt. Özil wurde nicht gewählt. Also ist er auch kein Repräsentant. Wer ihn dafür vereinnahmt hat, muss einen Schritt zurückgehen und sich bewusst machen, dass es nicht zutrifft. Ich persönlich käme nicht auf die Idee, Özil würde mich vertreten. Es ist zudem kein Verbrechen, politisch abwegige Meinungen zu haben.
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