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Zitat von pimpl
Fragen:
1. Wie bekomme ich die permanente Erschöpfung am besten in den Griff? Über komplette Ruhetage (Verringerung auf 4-5*/Woche Laufen) oder über langsame Junkmiles mit gleichem Laufpensum (6*/Woche)? Oder sind Junkmiles vergeudete Trainingszeit?
2. Wie erreiche ich eine Steigerung meiner "Wohlfühlpace"? Weniger, aber schneller Laufen? Sollte ich immer (oder so oft wie möglich) an der Laktatschwelle laufen? Bringt Lauf-Technik etwas? (Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus über Plyometrie trainieren; Kragtübungen für die Beine?)
3. Wie erkenne und vermeide ich Übertraining?
4. Wenn ich mir schnelle Marathonläufer (~2:30h) ansehe, dann kann ich einfach nicht verstehen, wie um Himmels Willen sie so schnell laufen können!!! Ich verstehe einfach nicht, was da kinematisch und Physiologisch vorgeht. Was ist der größte Unterschied zwischen eine 3h Läuber und einer 2:30h-Rakete?! Lauftechnik? Muskelkraft?
Allergrößten Dank für eure Antworten!
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Zu 1: mach mal Pause
Das wirkt oft Wunder.
Zu 2: Die Mischung machts. Nur schnell laufen bringt auf Dauer auch nichts.
Schau dir am besten selber mal verschiedene Trainingspläne an.
Der Aufbau ist immer ähnlich.
- 1 - 2 schnelle Einheiten (meistens 1x kürzere Wiederholungsläufe und 1x etwas längere Tempodauerläufe, bzw Tempowechselläufe/Wiederholungsläufe)
- 1 langer, ruhiger Dauerlauf
- aufgefüllt wird dann mit Grundlagen-, bzw Regenerationsläufen unterschiedlicher Länge
- Falls du noch Zeit/ Luft für eine weitere Einheit hast, kannst du gerne noch eine extra Lauftechnikeinheit machen.
Bei mir sah die zum Beispiel immer folgendermaßen aus:
- 10 - 15 Minuten einlaufen
- 15 - 20 Minuten Lauftechnik (verschiedene Übungen, im Sommer meistens Barfuß auf dem Fußballplatz)
- 10 - 15 Minuten Steigerungen/ Rasenläufe (Diagonalen, kurze Geraden, lange Geraden - Steigern, Mindern,...)
- 15 - 20 Minuten locker austraben.
Zu 3:
"aktueller Status:
- permanente Erschöpfung
- Angst vor langen Läufen (die ich früher geliebt habe)
- keine "Spritzigkeit" und keine Power
- 'langsam' geworden"
Herzlichen Glückwunsch, du hast es erkannt
Der Hauptunterschied ist, sie laufen schneller.
Wie sie das erreichen ist in dem Bereich dann wahrscheinlich schon wieder so individuell ausgeprägt, dass es kein Patentrezept gibt.
Als Zusatztip.
Such dir am besten eine wettkampforientierte Trainingsgruppe in der Nähe.
Falls möglich, solltest du nicht der schnellste sein, dann ist der Ansporn größer
Der Rest kommt dann schon mit der Zeit.